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Römerbriefe: Souvenirs

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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Alle sind aus dem Urlaub zurück und im Römer werden möglicherweise Souvenirs verteilt.
Alle sind aus dem Urlaub zurück und im Römer werden möglicherweise Souvenirs verteilt. © FRFOTO

Unsere Kommunalpolitikerinnen und -politiker sind aus dem Urlaub zurück und haben ganz besondere Mitbringsel im Gepäck. Die FR-Kolumne aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Drei Magneten, ein Armband, acht Liter Olivenöl, verschimmelte Wurst. Was hast du aus dem Urlaub mitgebracht ?

Leppert: Nichts, stellt nur Wohnungen voll. Aber wer soll sich über verschimmelte Wurst freuen?

Busch: Du. Also, sie sollte eigentlich nicht verschimmelt sein.

Leppert: Danke. Das ist... Du hast an mich gedacht.

Jetzt aber wirklich, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Bahnte sich vergangene Woche ganz langsam die Rückkehr unserer Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker an, so ist jetzt klar: Sie sind zurück. Einladungen zu Presseterminen gehen raus, und Telefonanrufe enden nicht mehr nur in den Ansagen der Anrufbeantworter – vielleicht erzählen wir in der nächsten Sommerpause mal von diesen Ansagen, aber das ist ein anderes Thema. Jetzt sind jedenfalls alle zurück voll neu gewonnener Energie, die sie im Urlaub gesammelt haben. Alle sind gestärkt für Debatten, Abwahlen, Neuwahlen oder was auch immer in den nächsten Wochen kommen wird.

Und kommen wird einiges, das ist sicher. Aber noch sind alle ganz entspannt von den schönen Urlaubstagen und haben natürlich auch etwas mitgebracht. Souvenirs. Man möchte schließlich den anderen zeigen, dass man in der Fremde an sie gedacht hat. Kein 08/15-Zeug, das es überall auf der Welt zu kaufen gibt. Keine Duty-Free-Sachen, die noch schnell auf der Rückreise im Shop zusammengeklaubt wurden. Nein, unsere Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker haben sich für ihre Kolleginnen und Kollegen viele Gedanken über passende Souvenirs gemacht. Wir könnten uns vorstellen, dass folgende Mitbringsel im Gepäck waren:

SPD-Fraktionschefin Ursula Busch und SPD-Chef Mike Josef haben sich im Urlaub eine Wendefahne sticken lassen. Vorne: Peter, verzieh dich, keiner vermisst dich. Hinten: Die anderen haben uns gezwungen. Je nachdem, wie der Bürgerentscheid zu Oberbürgermeister Peter Feldmann am 6. November ausgeht, hissen sie die passende Seite.

Nico Wehnemann (Die Partei) hat Postkästen mitgebracht. Ganz stilvolle. Formschön. Er hängt sie am Fraktionsbüro auf. Wer in der Koalition seinen eigenen Antrag nicht durchbekommt, kann ihn dort einwerfen. Dann stellt ihn die Fraktion in ihrem Namen.

Grünen-Parteichefin Julia Frank hat einen besonders schönen Würfel gekauft. Damit die Grünen auswürfeln können, wer bei einer OB-Wahl antritt. Die Mitglieder beschließen aber, dass es zwei Würfel geben muss. Einen für Frauen und einen für alle Geschlechter. Danach sollen die Mitglieder über die beiden ausgewürfelten Kandidat:innen abstimmen. Zu einer Einigung kommt es nicht. Man gerät über die Farbwahl der beiden Würfel in Streit.

Tilo Schwichtenberg (Gartenpartei) bringt auch etwas mit: eine FFP2-Maske.

OB Peter Feldmann (SPD) hat das mit der Wendefahne der Parteigenoss:innen in seinem Urlaub spitzbekommen und eine eigene Fahne sticken lassen. Vorne: von wegen. Hinten: von wegen.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das

aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

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