Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Es ist Zeit, Frieden zu schließen. Auch für Stadträtin Sylvia Weber (SPD) und Stadtrat Jan Schneider (CDU).
+
Es ist Zeit, Frieden zu schließen. Auch für Stadträtin Sylvia Weber (SPD) und Stadtrat Jan Schneider (CDU).

RÖMERBRIEFE

Römerbriefe: Party der Versöhnung

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen
  • Georg Leppert
    Georg Leppert
    schließen

Zerstrittene Dezernate, verkrachte Parteien, dicke Luft bei Stadtverordneten – doch beim Feiern lässt es sich gut vertragen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Ich hab Hunger.

Leppert: Zwei Stunden noch.

Busch: Das Essen war gut vergangenes Jahr. Es ist echt die einzige Party, die nicht ausgefallen ist.

Leppert: Wichtigen Ereignissen kann auch Corona nichts anhaben.

Gestern Abend waren wir auf einer Party, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Der Oberbürgermeister hatte uns eingeladen. Nicht nur uns natürlich. Traditionell lädt er kurz nach den Ferien Journalist:innen, Politiker:innen und Pressesprecher:innen zu einer Party ein. Wobei uns der OB auch schon überraschte mit Einladungen zu Pressepartys in den Ferien, zeitgleich zum Kulturausschuss und kurz vor den Ferien. Aber wir haben es immer hingeschafft. Denn nicht nur gibt es was zu essen – angeblich kommen Journalist:innen dann ja immer, das ist aber nur ein fieses Gerücht –, sondern wir führen auch spannende Gespräche. Von denen wir allerdings nie berichten können, denn die Party war nach unserem Redaktionsschluss. Deshalb folgt hier unser beliebtes Spiel: Wir mutmaßen am Mittag, was am Abend passieren könnte, aber schon passiert ist, wenn Sie das hier lesen. Und wir prophezeien: Es wird eine Party der Versöhnung. Denn nächste Woche stehen Abwahl und Neuwahl der Dezernent:innen an. Es ist Zeit, Frieden zu schließen. Und zwar so:

Noch-Baudezernent Jan Schneider (CDU) und Bildungsdezernentin Sylvia Weber essen gemeinsam. Schneider übergibt der künftigen Baudezernentin die Liste mit 25 Baugrundstücken für Schulen, die er in den vergangenen Tagen noch aufgestellt hat. Um ihr das Leben einfacher zu machen.

Bastian Bergerhoff (Grüne) übernimmt die Kämmerei von Uwe Becker (CDU) – und will die Grünen mit der CDU aussöhnen. Schließlich hat man den langjährigen und treuen Koalitionspartner sitzengelassen, das Band des Vertrauens zerschnitten. Fanden nicht alle gut. Bergerhoff übergibt Becker eine originalgetreue Nachbildung der Titanic in Miniatur. Darauf eingraviert: „Das nächste Mal retten wir wieder gemeinsam.“ Gerührt verspricht Becker, nie wieder die neue Koalition anzumahnen und vom teuersten Koalitionsvertrag der Geschichte zu sprechen.

Zwischen der künftigen Digitaldezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) und dem ehemals künftigen Digitaldezernenten Lennard Everwien (auch Volt) kommt es zur Versöhnung. Eigentlich war er für das Amt nominiert gewesen, doch die Partei entschied sich um. Da kann man auch mal sauer sein. Einer von beiden ist allerdings nicht auf der Presseparty. Deshalb: Versöhnung digital. Mit ganz vielen Knuddel-und Herz-Emojis.

Nico Wehnemann (Die Partei) versöhnt sich mit allen. Denn er hatte mit der Fraktion 100 Bewerbungen für die Dezernatsposten generiert, die nun alle im Ausschuss verlesen werden mussten. Zweieinhalb Stunden lang. Auch müssen vor der Wahl nächste Woche alle Namen und Adressen verlesen werden. Da ärgern sich manche drüber. Wehnemann schmeißt daher auf der Party eine Runde Freibier nach der anderen. Große Freude bei allen, nur bei einem nicht: beim OB. Schließlich ist es seine Party und er zahlt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare