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Los geht die wilde Fahrt im Impfexpress mit Peter Feldmann (vorne links). Nur leider dauert sie nicht sehr lange.
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Los geht die wilde Fahrt im Impfexpress mit Peter Feldmann (vorne links). Nur leider dauert sie nicht sehr lange.

Römerbriefe

Römerbriefe: OB Feldmann lässt impfen

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Erst fährt der Impfexpress, dann wieder nicht: Wir bringen Ordnung ins Chaos. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Wir müssen über den Weihnachtsmarkt reden.

Leppert: Allerdings. Es gibt in diesem Jahr keinen Stand mit Suppe an der Hauptwache.

Busch: Georg, das ist ernst.

Leppert: Adventszeit ohne Kartoffelsuppe ist eine ernste Angelegenheit.

Wir täuschen Ihnen mal wieder etwas vor, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Denn wir schreiben heute nur am Rande über den Weihnachtsmarkt. Es ist nämlich so: Das Konzept für die nächsten Römerbriefe entsteht in der Regel am Sonntagabend. Gerne nach Eintracht-Siegen. Wenn dann am Montag etwas Spannendes passiert, ändern wir das Thema natürlich. Aber der Dialog über Kartoffelsuppe ist dann halt geführt. Der bleibt so.

Was also ist passiert am Montag? Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat den Startschuss für den beliebten Impfexpress gegeben. Blöderweise musste er wenige Stunden später mitteilen, dass der Impfexpress bis auf Weiteres im Depot bleiben muss. Kein Impfstoff.

Harte Worte des Oberbürgermeisters

Das führte zu allerhand Diskussionen. Wobei wir vorab sagen wollen: Wir sollten nicht Täter und Opfer verwechseln. Und wenn die CDU-Nachwuchsstars in ihren geliebten Sozialen Medien noch so schimpfen. Peter Feldmann hat recht: „Das Desaster hat einen Namen: Jens Spahn.“ Hat er bei „Bild TV“ gesagt, woraufhin die „Bild“ ihn gleich zum „Bürgermeister“ herabstufte. Selbst schuld, soll er halt das nächste Mal zu „FR TV“ kommen.

Aber natürlich stellen sich Fragen: Der Impfstoffmangel war seit Freitagabend bekannt. Da hatte die Stadt kommuniziert, wie viele Impfdosen fehlen. Auf den Milliliter genau. Und an den Zahlen hat sich gar nichts geändert, wie die Pressemitteilung der Stadt vom Montag zeigt. Wenn also klar war, dass für den Impfexpress nicht genügend Vakzin bleibt: Wieso hat Feldmann ihn dann starten lassen? Hatte er gehofft, dass an der Galluswarte 300 Ampullen Biontech zusteigen? Oder ging es ihm nur um die Pressefotos, wie manche Kritiker:innen behaupten? Wir wissen es nicht, aber wir ahnen, was als nächstes passiert.

Nächsten Montag: Feldmann nimmt den Betrieb des Impfexpress’ wieder auf und fährt selbst. Weil er einen Führerschein für die Straßenbahn hat, wie Leser:innen der FR wissen. 200 Fahrgäste drängen sich im Waggon und warten auf die Impfung. An der Station Römer rückt Feldmann mit der Wahrheit heraus. Er hat nur eine Ampulle dabei. Die bekommt, wer auf dem nach Feldmann benannten Weihnachtsmarkt an die Omikron-Hütte geht und dort im Gedränge in kürzester Zeit sechs Glühwein trinkt.

Dienstag: Feldmann will in einem Altenheim der AWO impfen lassen. Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) stellt dem OB 200 Impfdosen vor die Tür, muss dann aber wieder gehen. Muss ja nicht jeder aufs Pressefoto. Dann aber stellt sich heraus: Feldmann hatte seinem Chauffeur freigegeben, weil er stilecht im AWO-Dienstwagen vor dem Heim vorfahren wollte. Dabei vergaß er, dass er keinen AWO-Dienstwagen mehr vor der Tür stehen hat. Majer nimmt ihn auf dem Rad mit.

Mittwoch: Feldmann bietet den Leserinnen und Lesern der FR eine der beliebten Demokratie-Reisen an. Mit Impfung zum Abschluss in der Paulskirche. Mit dabei: Vier Stadtverordnete um Mathias Mund von der BFF. Die wollen sich aber gar nicht impfen lassen, sondern kloppen die ganze Zeit nur Karten. Das Team der Römerbriefe schreitet ein und ändert die Spielregeln: Nur der Sieger bleibt ungeimpft. Der Letztplatzierte bekommt Erst-, Zweit- und Booster-Impfung an einem Tag.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe

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