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Römerbriefe: Live im Fernsehen

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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Zwei der Herrschaften saßen bei Maischberger.
Zwei der Herrschaften saßen bei Maischberger. © Renate Hoyer

Eskandari-Grünberg und Nouripour waren in einer Talkshow – unsere Politikerinnen und Politiker sollten öfter auf Sendung gehen. Die FR-Kolumne aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Hast du gestern Maischberger gesehen?

Leppert: Ja, klar.

Busch: Falsche Antwort, das kannst du noch gar nicht wissen.

Leppert: Stimmt, wir schreiben das hier ja satte sechs Stunden, bevor die Sendung ausgestrahlt wird.

Wir sind ja immer ehrlich zu Ihnen, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Wir schreiben die Römerbriefe stets am Mittwochnachmittag. Am frühen Abend stehen sie meistens schon im Internet. Deshalb können wir hier gar nicht über die Sendung Maischberger schreiben, denn die wird am späten Mittwochabend ausgestrahlt.

Das ist schade, denn eingeladen waren gleich zwei Frankfurter Politiker:innen, beide von den Grünen: Omid Nouripour, Bundesvorsitzender der Partei, und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg. Vermutlich stritten sie sich eine Stunde lang darüber, wer von beiden für die Grünen bei der OB-Wahl antritt, und am Ende entschied der dritte Gast (Finanzminister Christian Lindner), dass es Kämmerer Bastian Bergerhoff machen soll, weil der gut mit Geld umgehen kann.

Nein, natürlich nicht. Nouripour und Eskandari-Grünberg wurden beide in Teheran geboren, und daher dürfte es um die Situation im Iran gegangen sein. Daran gemessen ist es übrigens ziemlich egal, wer von den Grünen als Frankfurter Stadtoberhaupt kandidiert.

Grundsätzlich finden wir aber, es sollten mehr unserer Politikerinnen und Politiker im Fernsehen auftreten. Zu ernsten und zu weniger ernsten Thema. Hier unsere völlig irren Ideen:

„Hart aber fair“ zum Thema „Hat Peter Feldmann noch eine Zukunft“. Mit den Gästen: Tina Zapf-Rodriguez (Grüne), Yanki Pürsün (FDP), Michael Erhardt (IG Metall) und Medienmanager Bernd Reisig. Danach ist auf Twitter von „False Balancing“ die Rede, und Frank Plasberg muss sich vorwerfen lassen, er habe sich die Moderation von Reisig aus der Hand nehmen lassen.

In der TV-Sendung „Denn sie wissen nicht, was passiert“ mit Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Barbara Schöneberger ist Nico Wehnemann (Die Partei) eingeladen. Eigentlich soll er nicht wissen, was in dieser Show passiert. Es wird einer der kürzesten Auftritte in einer Fernsehsendung in der Geschichte Frankfurter Politiker:innen. Wehnemann beendet die Sendung bereits nach zwei Minuten. „Ich weiß doch, was passiert. Der Bürgerentscheid wird scheitern.“ Ersatzkandidat ist Nils Kößler, Fraktionschef der CDU. Auch er tritt nur kurz vor die Kamera: „Ich weiß auch, was passiert. Der Bürgerentscheid wird klappen.“

Der Magistrat erhält eine Einladung für ein Frankfurt-Spezial bei „7 Tage, 7 Köpfe“. Nun besteht der Magistrat aber aus zwölf Leuten, nur sieben dürfen fahren. Es entbrennt ein Streit, wer teilnehmen darf. Eins ist klar: Feldmann darf nicht fahren. Die Grünen wollen, dass vier Frauen und drei Männer geschickt werden, sie wollen das ihren Mitgliedern zur Abstimmung stellen. Die FDP ist dafür, dass alle neuen Dezernent:innen fahren, die SPD hat die Einladung nicht erhalten. Keiner bekommt mit, dass vorerst keine neuen Folgen der Sendung mehr produziert werden.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das

aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

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