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Römerbriefe: Im Dialog mit dem Weltmeister

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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(Ober-)Bürgermeister im Gespräch: Vitali Klitschko (links) und Peter Feldmann.
(Ober-)Bürgermeister im Gespräch: Vitali Klitschko (links) und Peter Feldmann. © Stadt Frankfurt

Der Wahlkampf gegen Feldmann hat begonnen. Der Oberbürgermeister braucht jetzt dringend externe Hilfe. Die Kolumne aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Wenn dieser elende Krieg …

Leppert: … vorbei ist, reise ich …

Busch: … nein, ich reise dann nach Kiew ...

Leppert: … um über unsere neue Städtepartnerschaft zu berichten.

Wir kommen auch in dieser Rubrik nicht daran vorbei, über Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und den anstehenden Bürgerentscheid zu berichten, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Feldmann steht nämlich – mal wieder – in der Kritik. Er hat sich mit Vitali Klitschko getroffen, dem Bürgermeister von Kiew, und ihm gleich den Entwurf für den Vertrag einer Städtepartnerschaft mitgebracht. Dabei hatte die Stadtverordnetenversammlung doch ausdrücklich beschlossen, eine solche Partnerschaft erst nach (!) Kriegsende voranzutreiben. Was auch Sinn ergibt, denn die Menschen in der Ukraine können gerade keinen Schüleraustausch mit Frankfurt organisieren. Und die Frage, ob es eigentlich Kiew sein muss oder ob es nicht eine Nummer kleiner geht, ist auch noch nicht geklärt. Also: keine gute Idee, Peter Feldmann.

Aber wir haben hier eine ganz heiße Nachricht für Sie. Also natürlich nicht so krass wie die weltexklusive Nachricht, dass ein Oberbürgermeister, der bei einem Bürgerentscheid nicht abgewählt wird, tatsächlich auch im Amt bleibt. Wir aber haben herausgefunden, worum es im Gespräch zwischen Klitschko und Feldmann wirklich ging. Feldmann hat sich Tipps für den Wahlkampf geholt. Und mit Kämpfen, eben nicht nur den grausamen auf dem Schlachtfeld, kennt sich der frühere Boxweltmeister Klitschko wirklich aus.

Und hier kommt es, das frei erfundene Protokoll einer Begegnung zwischen den Beiden.

Feldmann: „Du, Vitali …“

Klitschko: „Nenn mich Dr. Eisenfaust.“

Feldmann: „Häh?“

Klitschko: „Das war mein Kampfname, und du wolltest über (Wahl-)Kämpfe reden. Wie ist dein Kampfname? Pattex-Peter?“

Feldmann: „Also bitte, die Firma Henkel hat …“

Klitschko: „Sonnenkönig?“

Feldmann: „Jetzt pass auf, ich werde gerade in die Defensive gedrängt …“

Klitschko: „Lass das nicht zu. Geh in die Offensive. Schnelle, harte Treffer. Verkünde, dass die Kita-Gebühren wegfallen.“

Feldmann: „Habe ich schon.“

Klitschko: „Kostenloses Schwimmen für Kinder?

Feldmann: „Habe ich schon.“

Klitschko: „Mietenstopp.“

Feldmann: „Habe ich schon.“

Klitschko: „Verdammt, du hast alle guten Schläge schon verbraucht. Dann fordere ein Moratorium für Stromsperren. Danach taumelt der Gegner. Und wenn du dann etwas mit den Tafeln nachlegst, dann fällt er um.“

Feldmann: „Das habe ich allerdings auch schon …“

Klitschko: „Und deinen Wahlsieg feierst du dann im Stadion.“

Feldmann: „Äh … ich habe faktisches Stadionverbot, sagt der Uwe Becker.“

Klitschko: „Du alter G-Block-Hooligan.“

Feldmann: „Nee, das war, als der Kevin Trupp und der Ferdi Kostic für mich den Pokal gewonnen haben … aber das ist eine andere Geschichte. Hau rein, Vitali!“

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter: www.fr.de/roemerbriefe

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