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Römerbriefe: Die Eintracht stiftet Frieden

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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Eintracht Frankfurt könnte die Stadtgesellschaft versöhnen.
Eintracht Frankfurt könnte die Stadtgesellschaft versöhnen. © Arne Dedert/dpa

Frankfurt spielt weiter in der Champions League. Das sollte die Stadtgesellschaft doch versöhnen. Die FR-Kolumne aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: We are the Champions …

Busch: Bitte!

Leppert: We are the Champions …

Busch: Georg, alles super, aber noch hat die Eintracht die Champions League nicht gewonnen.

War das großartig! Eintracht Frankfurt gewinnt in Lissabon und steht im Achtelfinale der Champions League. Und wissen Sie, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik, vielleicht hat diese Stadt das jetzt gebraucht. Ein Triumph im Fußball, der die Menschen eint. Auf dass die Stadtgesellschaft nicht mehr gespalten ist in Gegner:innen und Unterstützer:innen von Peter Feldmann (Vorsicht: False-Balancing-Gefahr). Eintracht Frankfurt – darauf können wir uns doch alle einigen. Zumindest könnte die Mannschaft auch im kommenden Jahr für mehr Liebe und Harmonie sorgen. Vielleicht so …

Achtelfinale in Porto. Feldmann ist zwar mit 30,001 Prozent abgewählt worden, aber im Fan-Flieger ist immer ein Platz für frühere Oberbürgermeister frei. Feldmann hat Bedenken. Sie wissen schon: Sevilla, die Flugbegleiterinnen, seine Hormone. Aber die Frau mit dem Schild bastelt ihm ein ebensolches: „Der Spruch damals war so unfassbar schlecht …“ Damit setzt sich Feldmann ins Flugzeug.

Viertelfinale gegen Real Madrid. 500 000 Menschen bewerben sich um Karten. Das digitale Ticketsystem der Eintracht kommt an seine Grenzen. Wie gut, dass Frankfurt eine Digitaldezernentin hat. Eileen O’Sullivan (Volt) hilft, und der Schlaubi-Schlumpf (Nico Wehnemann, Die Partei) unterstützt sie. Allerdings klappt im Ticketsystem powered by Stadt Frankfurt anfangs einiges nicht. Die ersten 100 Fans erstehen keine Eintrittskarten, sondern reservieren für die Zeit des Spiels Parkplätze zum Aufladen von Elektroautos.

Halbfinale gegen Bayern München: Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) will mit den Binding-Beschäftigten in der Brauerei schauen. Die Eigentümer der Brauerei lehnen das ab. In ihrer jüngsten Pressemitteilung zur Schließung der Brauerei hatte sie sich nur zweimal bei Radeberger für das gute Verhältnis zur Stadt bedankt und nur einmal betont, dass unternehmerische Entscheidungen selbstverständlich zu respektieren seien. Ein Affront.

Finale gegen Manchester City. Wir wissen nicht, wer im Juni Oberbürgermeister:in ist. Aber: Im Januar haben alle potenziellen Kandidat:innen ein Seminar absolviert, wie man sich auf Siegesfeiern richtig verhält. Eintracht-Chef Axel Hellmann, dem immer mal Ambitionen nachgesagt werden, bricht den Kurs ab. Die Vorgabe, er dürfe den Pokal nicht anfassen, erscheint ihm doch etwas hart. Dafür kann der Kandidat der Linken die Namen der Spieler sogar rückwärts aufsagen. Sein eigener Name lautet von hinten gelesen übrigens: Nnamdlef Retep.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das

aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe

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