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Stefan Majer hat harte Tage hinter sich.
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Stefan Majer hat harte Tage hinter sich.

RÖMERBRIEFE

Römerbriefe: Der Schaukampf

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Stefan Majer und Kai Klose lieferten sich ein tolles Duell. Doch wie echt war der Schlagabtausch eigentlich? Die Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Wie? Du gehst am Samstag gar nicht ins Stadion?

Leppert: Nein. Ich hasse Testspiele.

Busch: Aber wolltest du dich nicht mit deinen Freunden als Stefan-Majer-Ultras verkleidet in die Fankurve stellen?

Leppert: Ja, aber das hat uns Kai Klose verboten. Ohne Rechtsgrundlage.

Heute geht es um die großen Duelle der Geschichte, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Ali gegen Foreman. Oder Kohl gegen Strauß, um politisch zu werden. Und in Hessen heißt es eben: Kai Klose gegen Stefan Majer.

Was war das für ein Kampf zwischen dem Frankfurter Gesundheitsdezernenten und dem hessischen Sozialminister.

Erste Runde: Majer genehmigt der Eintracht für das Testspiel am Samstag 10 000 Fans (davon 5000 geimpft oder genesen). 1:0 für ihn.

Zweite Runde: Klose verschickt an einem Sonntag (Extrapunkt) eine Klarstellung, wonach die Staatskanzleien sich bei höherer Inzidenz auf lediglich 5000 Fans geeinigt hätten – und daran solle sich gefälligst auch Frankfurt halten. 2:1 für Klose.

Dritte Runde: Majer setzt auf Provokation und macht der Eintracht keine neue Ansage. 2:2

Vierte Runde: die Entscheidung. Die Eintracht kündigt den Verkauf von 10 000 Tickets an. Eine Rechtsgrundlage für ein Verbot gibt es nicht. Klose gibt auf, die Halle steht Kopf, Peter Feldmann sitzt direkt am Ring, er hat Tränen in den Augen.

Nun ist es aber so, dass die großen Duelle meist medial überzeichnet waren. Und auch bei Majer gegen Klose hatten wir früh den Verdacht, dass die beiden sich eigentlich nichts Böses wollen. Warum auch? Beide sind bei den Grünen, beide sind Gesundheitspolitiker. Vielleicht saß bei Klose die treibende Kraft eine Etage höher. Aber, bitte: Das ist die Spekulation aus dem Römer-Team, wenn es um Landespolitik geht, ist unsere Partnerglosse „Gut gebrüllt“ viel besser informiert. Aber die Grünen waren jetzt täglich prominent in den Medien. Können doch alle zufrieden sein. Wir hätten einige Vorschläge, wie Majer und Klose ihren Schaukampf fortsetzen können:

– Klose unterstützt den „Frankfurter Weg“ in der Drogenpolitik. Er verlangt aber eine Umbenennung in „Weg des Landes Hessen“.

– Majer weigert sich einfach, das Impfzentrum zu schließen. Als Klose in seiner „Klarstellung“ darauf hinweist, dass die Festhalle doch auch bald wieder für Veranstaltungen gebraucht werde, antwortet Majer: „Der nächste Termin, der mir dort bekannt ist, ist die Mitgliederversammlung der Grünen zur Frage: ,Wie zeitgemäß ist Schwarz-Grün noch?‘“

– Majer wird wie geplant Verkehrsdezernent. Klose nutzt die Doppelrolle der Grünen Martina Feldmayer als Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete. Die wollte in der Fragestunde des Stadtparlaments von Majer wissen, „wie sich die Verkehrspolitik durch den Wechsel im Dezernat verändert hat“. Klose schreibt die Frage heimlich um, Feldmayer fragt, „Herr Majer, warum ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im Frankfurter ÖPNV so schlecht?“.

Kai Klose hat sich wacker geschlagen

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