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Eileen O’Sulliva hat an ihrem ersten Tag viel vor.
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Eileen O’Sulliva hat an ihrem ersten Tag viel vor.

RÖMERBRIEFE

Römerbriefe: Der erste Tag

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Wie verbringt die Frankfurter Stadtregierung den Donnerstag – wenn sie gewählt ist. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Jetzt haben wir schon wieder das Problem. Am Mittwochabend ist ein wichtiger Termin, über den wir eigentlich an dieser Stelle schreiben sollten. Aber zu der Zeit müssen die Römerbriefe doch längst fertig sein. Genauso schwierig wie vorige Woche mit der Presseparty.

Busch: Scherzkeks, vorige Woche hättest du auch etwas offensiver verkünden können, dass du bei dem Fest die Rede hältst. Dann hätten wir die hier schon mal abdrucken können.

Leppert: Schon, aber was hätten wir dann mit dem vielen leeren Platz gemacht?

Busch: Stimmt, du warst recht schnell fertig. Also, wie machen wir das jetzt?

Immer diese Mittwoche. Vorige Woche gab es unsere traditionsreiche Party, und gestern Abend sollten die Bürgermeisterin und fünf Dezernentinnen und Dezernenten gewählt werden. Weiter vorne im Blatt lesen Sie, ob das geklappt hat. Aber unsere Kolumne schreiben wir ja mittags. Trotzdem müssen wir das Thema aufgreifen.

Wir könnten es so machen wie die Kolleginnen und Kollegen vom Boulevard einst. Hatten am Morgen nach der US-Wahl auf dem Titel die Schlagzeile: „Good Morning, Mister President!“ Das passte damals in jedem Fall. Aber wie sollen wir das angehen? Wir schreiben: „Guten Morgen, Frau Bürgermeisterin!“ Weil ja Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) kandidiert. Wenn aber dann völlig überraschend doch dieser Uwe Becker aus Wuppertal gewinnt, dessen Kandidatur uns „Die Fraktion“ beschert hat, dann ist der stinksauer über die Schlagzeile und unser Verhältnis ist von Anfang an mies.

Am besten arbeiten wir einfach im Konjunktiv. Deshalb hier unsere Prognose: Was tun unsere neuen Dezernentinnen und Dezernten am Donnerstag, ihrem ersten Arbeitstag, als erstes, sofern sie gewählt werden (wovon wir ausgehen)?

Nargess Eskandari-Grünberg: stellt fest, dass es nicht so glücklich ist, wenn der Leiter des Büros der Dezernentin für Vielfalt ausgerechnet Bernhard Maier heißt. Weniger divers geht es kaum. Bittet Maier, sich umzubenennen. Der lehnt ab. Eine Mitarbeiterin sagt, er müsse sich ja nur Bernhard-Bianca Maier nennen, das sei viel diverser. Maier kann darüber nicht lachen.

Bastian Bergerhoff: kauft sich eine Bibel, einen Koran, die Tora – und lässt sich von den Zeugen Jehovas was mitgeben. Als Kirchendezernent, der keiner Religion angehört, muss er sich einlesen.

Elke Voitl: läuft aus alter Gewohnheit ins Zimmer der Büroleiterin, was sie eigentlich immer war.

Annette Rinn: läuft durchs Bahnhofsviertel, ruft Parteifreundin und Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst an, spricht ihr auf den Anrufbeantworter: „Stephie, können wir nicht doch tauschen, du machst das Sicherheitsdezernat, ich die Wirtschaft?“

Stephanie Wüst: ignoriert den Anruf von Rinn.

Eileen O’Sullivan: 8.30 Uhr, Morgenkaffee mit Ronja Merkel. 9 Uhr, Konferenz mit Ronja Merkel. 10 Uhr, Rundgang durch den Römer mit Ronja Merkel. 11 Uhr Außentermin mit Ronja Merkel. 13 Uhr, Lunch mit Ronja Merkel.

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