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Römerbriefe: Danke

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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Der Plenarsaal im Römer am Tag eines historischen Ereignisses: Der Antrag zur Abwahl des Oberbürgermeisters stand auf der Tagesordnung.
Der Plenarsaal im Römer am Tag eines historischen Ereignisses: Der Antrag zur Abwahl des Oberbürgermeisters stand auf der Tagesordnung. © Renate Hoyer

Im Römer haben alle gut performt in diesem Jahr. Aber fürs nächste haben wir noch einen Wunsch. Die FR-Kolumne aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Danke für dieses historische Ereignis, für dieses Team, das …

Busch: Georg, wir schreiben nicht über Eintracht Frankfurt, sondern über Kommunalpolitik.

Leppert: Ich schreibe doch über Kommunalpolitik.

Busch: Ach so, Ende des Jahres, Zeit zu danken, verstehe.

Nun ist 2022 fast um und wir wollen von ganzem Herzen einmal Danke sagen, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Danke an das großartige Römer-Ensemble, das das ganze Jahr souverän seine Leistung erbracht hat, und wir immer viel in den Römerbriefen zu schreiben hatten. Wir wollen da niemanden besonders hervorheben, alle waren gut, haben ihren Beitrag geleistet. Wobei der eine schon richtig gut war, aber der hat sein Engagement in dieser Spielzeit verloren. Vielen Dank also an das gesamte Ensemble, dass wir all diese Witze in den Römerbriefen machen durften. Es war wirklich nicht böse gemeint. Ehrlich. Und wir wollen nun auch ganz versöhnlich ins neue Jahr gehen, wobei wir da schon noch einen Wunsch hätten für 2023. Es sollte in der Kommunalpolitik mehr gemeinsam getan werden. So als Team und so. Wie das aussehen könnte? Vielleicht so:

Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) lädt auf den Festplatz am Ratsweg ein. Sie hat einen schönen Stuhlkreis aufgebaut. Nein, es geht nicht darum, das Gefühl der Zugehörigkeit in Magistrat und Koalition zu fördern, man betont ja schon stets, wie gern man sich hat. Gemeinsam soll gearbeitet werden. 15 000 E-Mails an die Ausländerbehörde müssen beantwortet werden. Von allen zusammen.

Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) hat einen guten Kasten Binding mitgebracht und auch Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) will für Entspannung bei der Arbeit sorgen. Sie hat das Orchester mit, das mal bei der Premiere der neuen Städtischen Bühnen spielen soll. Alle sind von der Grundschulband begeistert.

Manuela Rottmann, OB-Kandidatin der Grünen, kommt zum Termin aus Franken angereist. Will auch bei den E-Mails helfen. Leider hat sie keinen Zugang zu den städtischen Systemen. Da kann auch Digitaldezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) nicht so schnell helfen. Zu wenig Personal eben, sagt sie. Aber sie habe da noch einen Zugang von einem Fieldi, mit dem könne sie aushelfen.

Der OB-Kandidat der CDU, Uwe Becker, will es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, bei der Aktion zu helfen, und bittet auch die Bürger:innen zu dem Termin. Dafür hängt er 6000 Plakate mit seinem Konterfei in der Stadt auf. Wahlkampf ist das natürlich nicht. Nur die Einladung zu diesem Termin.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) legt Wert darauf, dass der Termin um 18 Uhr endet. Danach muss er Heizdecken an die Leute ausliefern, die ihre ABG-Wohnungen nachts auf nicht mehr als 18 Grad erwärmen dürfen. Die FDP lacht sich schlapp darüber. Sollen die Leute halt das Vierfache an Nebenkosten zahlen, dann können sie auch ordentlich heizen.

Die Stimmung ist prächtig, alle E-Mails sind beantwortet, die Aktion ein voller Erfolg. Es wird gleich der nächste Termin angesetzt: Aufräumen im Bahnhofsviertel.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das

aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

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