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Rugby ist nichts für Weicheier.

Rödelheim

TGS Vorwärts: Viel mehr als nur Fußball in Rödelheim

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Der Sportverein  TGS stellt beim Familienfest viele Sportarten vor. Die Besucher sind begeistert.

Die Holzschwerter knallen aufeinander, als Gabi Ollmann und ihr Sparringspartner sich einander nähern. Bei der achten Ausgabe des „Familiensportfestes“ am Samstag führt die Aikido-Abteilung des Rödelheimer Sportvereins TGS Vorwärts auf dem Fußballfeld des Stadions am Brentanobad ihre Kampfkunst vor. Während viele Besucher im gesamten Stadion sowie im benachbarten Freibad an rund 50 Stationen bekannte und weniger bekannte Sportarten, wie American Football, Cricket, Rugby sowie Tauchen und Wasser-Tischtennis ausprobieren, schauen einige Besucher Tanzgruppen bei ihren Auftritten sowie der Vorführung der Aikido-Sportler zu.

Als die Schwerter aufeinander prallen, sagt ein Moderator durch ein Mikrofon: „Das sieht ziemlich bedrohlich aus.“ Trainerin Gabi Ollmann klärt auf: „Es geht darum, mit dem anderen zu neuem Gleichgewicht zu kommen.“ Angriffe des „gleichberechtigten Partners“ würden als Störung betrachtet, die das Duo wieder gemeinsam ins Lot bringen müsse. Wettkämpfe würden keine ausgetragen und Bokken heiße das Holzschwert, mit dem manchmal gearbeitet werde. „Es ist ein Trainingsgerät, das sozusagen die Arme verlängert“, sagt die 60-Jährige. Ceyda Cakaloglu verleihe die japanische Sportart Sicherheit, sagt die 20-Jährige. „Es ist mein Lieblingssport“, sagt sie.

Körper treffen auch bei der Rugby-Abteilung der Eintracht aufeinander. Dort können Kinder durch einen Hindernisparcours mit Slalomstangen rennen. Vereinsmitglieder mit „Rucking Pads“, also gepolsterten Matten, stehen ihnen im Weg. Bei den Footballern der Universe probiert ein Junge erst mal Helm und Brustpanzer aus, während bei den Pirates das Kicken des ledernen Eis geübt wird. Schach wird im umfunktionierten Kleinfeld-Fußball-Käfig gespielt und nebenan gibt es Bogenschießen und Cricket. Zum ersten Mal habe er das Schlagen mit dem Cricketschläger versucht, berichtet der neunjährige Nicolas und ergänzt: „Ich fand das toll.“

Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt, sagt: „Es gibt mehr als nur Fußball.“ 410 Sportarten würden von Vereinen in der Stadt angeboten werden. Um die allen vorzustellen, seien das Stadion, wo die FFC-Frauen sonst spielen, sowie das Brentanobad viel zu klein. Voll genug ist es trotzdem. Auf der Wiese vor dem Becken mischen sich Badegäste mit den Sporttestern. Freier Eintritt gilt für alle. Seiltanz auf der Slackline bietet ein Offenbacher Hochseilgarten. Mit dem TC Nautilus können Besucher im Becken abtauchen, während sich andere nur abkühlen wollen. Laute Chartmusik, als Bestandteil des Aqua-Fitness-Programms schallt über das Gelände.

Mari Neus Martin und ihr Sohn Thiago haben sich Tischtennisschläger aus Kunststoff und Gummi geschnappt, die mit ins Becken dürfen, um im niedrigen Teil Wasser-Tischtennis auf kleinen schwimmenden Platten auszuprobieren. Das besondere Pingpong hat der Frankfurter Tischtenniskreis erdacht. „Eine tolle Idee“, findet die 41-Jährige, „aber schwierig umzusetzen“, fügt sie hinzu. Ihrem sechsjährigen Sohn ist es egal: „Weil ich normales Tischtennis mag“, sagt er.

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