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Dion von den Flythenics zeigte zur Eröffnung des Sportjugend-Outdoorparks am Brentanobad sein Können.
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Dion von den Flythenics zeigte zur Eröffnung des Sportjugend-Outdoorparks am Brentanobad sein Können.

Rödelheim

„Schöne Kraft“ als Trendsport

  • VonJudith Dietermann
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Im neuen Outdoor-Sportpark der Sportjuugend Frankfurt im Rödelheimer Parkweg können Jugendliche mit dem eigenen Körpergewicht trainieren.

Laut dringen die Bässe aus dem schwarzen Lautsprecher, übertönt werden sie nur ab und an durch den Laubbläser, der die Liegewiese des Brentanobades von den nassen Herbstblättern befreit. Davon unbeeindruckt und konzentriert steht Dion unter einer der silbernen Stangen, er atmet tief ein und springt. Fest umklammert er die Stange mit seinen Händen, anscheinend mühelos zieht er sich hoch, stößt sich mit den Armen ab, dreht sich wie eine Schraube in der Luft, packt wieder zu, geht in den Handstand und sitzt plötzlich auf der Stange. Und all das binnen weniger Sekunden. Nach dieser beeindruckende Vorstellung ist es kaum verwunderlich, dass Polizeipräsident Gerhard Bereswill dankend ablehnt, als Sportdezernent Mike Josef (SPD) ihm vorschlägt, es doch auch einmal zu probieren.

Es ist die Calisthenics-Anlage des neuen Outdoor-Sportparks der Sportjugend Frankfurt im Rödelheimer Parkweg, an der Dion und Thanh, die sich „Flythenics“ nennen, nach kleineren Aufwärmübungen am gestrigen Montagnachmittag ihr ganzes Können zeigten. Trainiert wird bei der Trendsportart, die so viel bedeutet wie „schöne Kraft“, ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. Mehrere deutsche und internationale Titel hat das Frankfurter Duo bereits eingefahren, ihre Choreographien zeigen sie auf Instagram. Und bald wohl auch öfter in Rödelheim, denn die Anlage sei „fast perfekt“.

70 000 Euro hat der Bau gekostet, inklusive fünf weiterer Sportgeräte, wie man sie von Outdoor-Fitness-Anlagen kennt. Gebaut wurde sie auf dem Gelände des Brentanobades, direkt neben dem erst jüngst eröffneten Freizeit- und Kulturzentrum der Sportjugend. Der Zaun mit eingebautem Tor macht die Nutzung des Sportparks auch außerhalb der Freibadsaison möglich. Finanzielle Unterstützung bekam die Sportjugend vom Energieversorger Mainova, der Stadt Frankfurt sowie dem Verein „Bürger und Polizei Frankfurt“.

Denn Sport sei als Präventionsmaßnahme unglaublich wichtig, sagte Polizeipräsident und Vorstandsvorsitzender des Vereins, Gerhard Bereswill. „Die jungen Leute sollen sich lieber hier austoben, als irgendwo anders Dummheiten zu machen“, betonte er. Damit man nicht später Reparaturarbeiten leisten müsste, meinte Sportdezernent Josef, sei es wichtig, jeden Cent in die Jugend und den Sport zu investieren. Worte, auf die Peter Benisch, seit 1993 bei der Sportjugend und seit mehr als 20 Jahren Vorsitzender, vertraut. Sechs Sportdezernenten habe er seitdem erlebt, bei Josef habe er ein „gutes Gefühl“. Was freilich nicht bedeuten solle, dass seine Vorgänger wie Markus Frank (CDU), der mittlerweile „ein guter Freund und Trainingspartner“ geworden sei, schlechte Arbeit geleistet hätten. „Es fühlt sich jetzt noch ein bisschen besser an“, sagte Benisch. Vor zwei Jahren hat die Sportjugend das Gebäude im Parkweg, in dem zuvor die Versehrten-Sportgemeinschaft ihr Zuhause hatte, übernommen und umgebaut. Seitdem werden die Räume regelmäßig für Angebote genutzt, im Sommer ist das Gelände belebt. „Die Sportjugend tut auch dem Brentanobad gut. Es sind tolle Synergien, die entstanden sind“, sagte Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe.

Ginge es nach Thanh und Dion, könnte es noch mehr solcher Calisthenics-Anlagen in der Stadt geben. Obwohl sich in den vergangenen Jahren „bereits viel getan“ habe. „Statt im Park abzuhängen, sollten Jugendliche dies mal an der Stange tun“, werben sie für ihren Sport.

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