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Rödelheim

Sänger, Blogger und Müllsammler in Rödelheim und Praunheim geehrt

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Der Ortsbeirat 7 teilt seinen Stadtteilpreis auf. Eine gute Idee, findet der Vorsitzende des so belobigten Chors: „Wir sind alle gleich wertvoll.“

Der Ortsbeirat 7 hat seinen Stadtteilpreis dreigeteilt. Geehrt werden die Chorgemeinschaft „Sound of Praunheim“, der Blog „Wir in Rödelheim“ und die Bürgergruppe „Einsatz Umwelt“. Beim Neujahrsempfang am Dienstag hat Ortsvorsteherin Michaela Will (SPD) die drei Gewinner ausgezeichnet.

Zu Beginn wagt sie einen Ausblick. Der Bau des neuen Stadtteils im Nordwesten werde das Gremium weiter beschäftigen, auch die ganzjährige Nutzung des Freibads Hausen mittels einer Traglufthalle während des Neubaus des Rebstockbads. Dazu noch der geforderte Autobahnanschluss, um die Westerbachstraße zu entlasten – auch in Hinblick auf die Bebauung an der Gaugrafenstraße.

Bei der Preisverleihung erläutert Angela Kalisch vom ehrenamtlichen Redaktionsteam „Wir in Rödelheim“ die Gründung. Die Initiative stammt vom Rödelheimer Andreas Nöthen, der vor zehn Jahren die Idee hatte, den „Global Playern“ bei den Sozialen Medien „etwas entgegenzusetzen“. Der Blog soll für Menschen, Vereine, Initiativen in Rödelheim ein „Sprachrohr“ sein, um sich fair und respektvoll auszutauschen, und eine Plattform, um über Angebote und Veranstaltungen zu informieren.

Der beliebte Blog sei mit anderen Einrichtungen vernetzt, präsentiere einen „bunten Mix an Vereinen und unterstützt damit das kulturelle Zusammenleben“, so Kalisch. „Respekt füreinander und Respekt für die Umwelt“. Das war auch für die Gruppe „Einsatz Umwelt“, Motivation, sich vor gut zehn zusammenzuschließen, berichtet Margret Dickes. Seither ziehen zwei, drei Aktive ein- bis zweimal die Woche los, um im Niddapark und in Grünanlagen Abfall einzusammeln. „Das sind vor allem Taschentücher und Glasscherben, was für Kinder und Hunden gefährlich ist“, schilderte Dickes. Freude komme bei der Gruppe auf, wenn Passanten oder Radfahrer sie für ihre uneigennützige Arbeit loben.

Inspiriert vom Engagement der belobigten Gruppe zeigt sich Peter Scheit, Vorsitzender von „Sound of Praunheim“. In seiner Dankesrede sagt er zu, Sänger aus seiner Chorgemeinschaft zusammenzutrommeln, um gemeinsam mit „Einsatz Umwelt“ Müll im Buga-Gelände einzusammeln. Prinzipiell werde Gemeinschaft bei „Sound of Frankfurt“ groß geschrieben, betont der Vorsitzende.

Wie auch bei den anderen Preisträgern seien „Respekt“ und „gemeinsam etwas zu Stande bringen“ in der Chorarbeit zentrale Leitmotive. Auch stelle „Sound of Praunheim“, der aus dem „Männerchor Praunheim“ hervorgegangen ist, gerne seine Konzerte in den Dienst der guten Sache, um beispielsweise Bäume für Pflanzaktionen des Umweltdezernats anschaffen zu können.

„So haben wir 209 Bäume ersungen“, sagt Scheit und kündigte an, von den 300 Euro Preisgeld an die beiden anderen Preisträger jeweils 50 Euro abzutreten: „Denn wir sind alle gleich wertvoll.“

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