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Adrian Homeier ist einer der Schutzmänner vor Ort.

Rödelheim

Rödelheim: Ärger mit Kiffern und Falschparkern - Kontaktbeamte für die Bevölkerung

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Der Ortsbezirk 7 ist kein krimineller Hotspot, vornehmlich kleinere Rauschmitteldelikte und Parksünden fallen an. Zwei Schutzmänner berichten aus Rödelheim und Praunheim.

Sie sind die Augen im Revier: Mit diesen Worten wandte sich Adrian Homeier vom 14. Polizeirevier im Mertonviertel an die Besucher der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 7. Mit seinem Kollegen Peter Meier vom 11. Polizeirevier stellte er sich vor. Die zwei sind die für den Ortsbezirk zuständigen „Schutzmänner vor Ort“ vor.

Die Bezirke der Polizeireviere decken sich nicht mit den Ortsbezirksgrenzen, sodass zwei Polizeireviere für den 7er zuständig sind: das 11. für Rödelheim, Hausen, Westhausen, das 14. unter anderem für Praunheim. Die stadtteilkundigen Schutzmänner zeigen Präsenz und sind für die Bürger ansprechbar, engagieren sich in der Prävention etwa gegen Trickbetrug, Einbruchsicherung.

Sprechstunden

Peter Meier, 11. Polizeirevier, Telefon 069 / 75 51 11 63, Rödelheim: dienstags 15 bis 17 Uhr, Begegnungs- und Servicezentrum Auguste-Oberwinter-Haus, Burgfriedenstraße 7; Hausen: donnerstags 16 bis 18 Uhr, Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchen Hausen, Alt-Hausen 3.

Adrian Homeier, 14. Polizeirevier, Telefon 069 / 551 14 00, Praunheim: mittwochs 9.30 bis 11.30 Uhr, Alt-Praunheim 48, Pflegeheim Praunheim. the

Als „Kontaktbeamte vor Ort“ sind sie Bindeglied zwischen Bürgern, Ortsbeiräten, Geschäftsleuten, Vereinen, Stadtteilarbeitskreisen, Einrichtungen, anderen Akteuren und ihren Polizeidienststellen. Seit Sommer 2017 ist Peter Meier als Schutzmann vor Ort im Einsatz. Seit 30 Jahren – mit einer Unterbrechung – ist er beim 14. Polizeirevier in der Westerbachstraße: „Oft wird Rödelheim als besonders kriminell und als eine kriminelle Hochburg dargestellt. Ich kann ich mit Fug und Recht sagen, dem ist nicht so!“ Dort passiere „nicht mehr und nicht weniger als anderswo“.

Handel und Konsum mit kleineren Mengen an Betäubungsmitteln seien häufiger zu ahnende Delikte. „Aber Rödelheim ist nicht besonders auffällig.“ Jugendliche und Heranwachsende würden die Beamten im Sommer in den Parks und an der Nidda – auch in Praunheim – beim Kiffen antreffen, zur kalten Jahreszeit an überdachten Orten. Viele Beschwerden betreffen vor allem die angespannte Parkplatzsituation. Ein neuralgischer Punkt sei rund um die Hausener Moschee zum Freitagsgebet zu finden. „Sobald das Gebet fertig ist, entspannt sich die Lage.“ Der Moscheeverein versuche auf die Teilnehmer einzuwirken. Aber auch die „Elterntaxis“ seien immer wieder ein Stein des Anstoßes.

Probleme, die auch dem Praunheimer Kollege bekannt sind. Unauffällig sind indes die Flüchtlingsunterkünfte im Ortsbezirk. „Hier kommt es äußerst selten zu polizeirelevanten Vorkommnissen“, lobte Peter Meier. Sein Kollege Homeier unterstrich sogar das große soziale Engagement der Bewohner in den ehemaligen Praunheimer Werkstätten und nannte als Beispiel das stimmungsvolle „Open-Air-Fastenbrechen“ vergangenes Jahr.

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