Rödelheim

Rock unterm Balkon

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Zur Musiknacht erklingen 61 Konzerte an 36 verschiedenen Orten im Stadtteil.

Musik pur in all ihren Facetten, die reine Freude daran und ein originärer Bezug der Mitwirkenden zu Rödelheim: Diese Faktoren stehen im Mittelpunkt der Rödelheimer Musiknacht, die am Samstag, 25. Mai, zum neunten Mal eine andere Seite des Stadtteils zum Klingen bringt. 61 Konzerte, davon „15 Newcomer“, an 36 verschiedenen Orten stehen zwischen 17 und 22 Uhr bei freiem Eintritt auf dem Programm.

„Die Rödelheimer Musiknacht ist ein Erfolgsmodell“, sagt Ulrich Sonnenberg vom Organisationsteam. „Wir wachsen stetig.“ Es gibt immer mehr Musiker, Veranstaltungsorte und Besucher, ohne, dass es ausufert. Im Fokus steht immer die Musik und der Bezug jedes einzelnen Beteiligten zu Rödelheim. Das schätzen die Gäste.

Ermöglicht wird das Festival durch zig ehrenamtliche Engagierte aus dem Stadtteil. „Unser Schwerpunkt liegt auf dem Musikgenuss. Wir machen kein Catering, keine Bewirtung, sondern sind eine rein nichtkommerzielle Veranstaltung“, verdeutlicht Quartiersmanagerin und Mit-Initiatorin Heike Hecker von der Diakonie Frankfurt und Offenbach im „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“. Besucher sollten selbst für ihre Verpflegung aufkommen, rät sie.

Vor allem wünschen sich die Organisatoren „ein mobiles Publikum“: Besucher, die sich ihr eigenes Programm zusammenstellen, durch den Stadtteil flanieren und an den unterschiedlichsten Konzertorten Halt machen. Am Bio-Supermarkt Picard, im Vereinsringhaus, in Höfen und Kellern, unter Balkonen, im Laden von Ortells, Foto Köser, am Blauen Steg, beim Kiosk auf der Insel oder – neu in diesem Jahr – auf der Kuhlmannswiese, der Naturbühne im Brentanopark, oder in der Michael-Ende-Schule in der Niddagaustraße: Überall wird musiziert.

Geboten wird Punk, Rock, Blues, Folk, Klassik, Schlager, Chormusik bis hin zu Volksmusik und Chorgesang. Damit sich die Konzerte akustisch nichts ins Gehege kommen, „ist eine aufwendige Planung erforderlich“, betont Heike Hecker.

Auch bei der neunten Rödelheimer Musiknacht darf Sven Wortmann an der Kinoorgel auf der Rollschuhbahn nicht fehlen. Um 22.15 Uhr spielt er live zum Buster-Keaton-Stummfilm „Three Ages“. Drei Wochen lang bereitet sich der 52-Jährige auf dieses Konzert vor, studiert beim täglichen Filmschauen ein, was er passend zu den Szenen auf der Orgel spielt, „ob in Moll, wenn es traurig ist, oder Dur bei lustigen Szenen“, schildert der Rödelheimer. „Ich begleite nur musikalisch, das Hauptaugenmerk liegt auf dem Film.“

Das Programm mit stets aktualisierten Spielstätten gibt es unter http://roedelheimer-musiknacht.de, www.roedelheimer.de oder unter Telefon 93490218. Zudem gibt es einen Infostand des Organisationsteams am Rödelheimer Bahnhof.

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