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In Fulda (Stadtbaurat Daniel Schreiner) gibt es das Licht schon.
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In Fulda (Stadtbaurat Daniel Schreiner) gibt es das Licht schon.

Rödelheim

Neue Beleuchtung im Brentanopark

  • Sonja Thelen
    VonSonja Thelen
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Der Ortsbeirat 7 fordert eine adaptive Beleuchtung im Frankfurter Brentanopark und an der Nidda. Inspiration dafür kommt aus Fulda.

Sobald die Tage kürzer und dunkler werden, scheuen sich viele Menschen, mit dem Rad oder zu Fuß an der Nidda oder durch den Rödelheimer Brentanopark unterwegs zu sein. Mit ein Grund hierfür ist die fehlende Wege-Beleuchtung, meinen Die Grünen im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen): „Im Resultat verringert sich die Sicherheit von Nutzer:innen, Freizeitaktivitäten sind in totaler Dunkelheit schwierig.“ Doch normale Straßenlaternen sind keine Option, da sie sich negativ auf die Insektenpopulation auswirken, betont Fraktionsvorsitzende Miriam Dahlke.

Als Alternative schlagen die Grünen nun ein adaptives Beleuchtungssystem für unbeleuchtete Bereiche des Niddaradwegs und im Brentanopark vor. Der Magistrat möge diese Option sowie die Möglichkeit von Fördermitteln durch Bund oder Land prüfen und die Ergebnisse dem Ortsbeirat 7 mitteilen. Einstimmig sprach sich das Stadtteilgremium in seiner jüngsten Sitzung für diese Anregung aus. Fällt die Prüfung aus Sicht der Stadt positiv aus, könne sie einen ersten Abschnitt etwa im Bereich der Rödelheimer Kuhlmannswiese oder zwischen der Brücke am Hausener Weg und der Praunheimer Brücke modellhaft einrichten. Diesen Vorschlag verabschiedete das Gremium bei Gegenstimmen von Farbechte/Die Linke.

Die Inspiration zu diesem Vorschlag kommt aus Fulda. Dort hat die Stadt im Herbst 2020 als Pilotprojekt ein adaptives Beleuchtungssystem in den Fulda-Auen installieren lassen, berichtet der Pressesprecher der osthessischen Domstadt, Johannes Heller, auf Nachfrage. Inzwischen wurde die Technik ihm zufolge noch an weiteren Straßenabschnitten im Stadtgebiet installiert.

Das Besondere an dem intelligenten Beleuchtungssystem seien spezielle Sensoren, die an der Unterseite der Leuchten angebracht sind. Sie können Radfahrer und radfahrerinnen oder Passanten und Passantinnen erfassen – sowohl deren Bewegungsrichtung als auch deren Geschwindigkeit – und steuern per Funk die Beleuchtung entlang des Wegs so, damit es vor ihnen hell wird und das Licht hinter ihnen wieder zurückgedimmt wird.

Aus Sicht des Fuldaer Stadtbaurats Daniel Schreiner (parteilos) gelingt mit dem adaptiven Beleuchtungssystem „der Spagat zwischen den Anforderungen an einen sicheren Fußgänger- und Radverkehr auch in der dunklen Jahreszeit sowie den Erfordernissen des Umwelt- und Insektenschutzes“. Die LED-Leuchten strahlen demnach ein für nachtaktive Insekten besonders schonendes Licht ab, da es fast keinen Blauanteil enthält. Sind keine Fußgänger:innen oder Radfahrer:innen unterwegs, seien die einzelnen Leuchten im Ruhezustand und auf gerade mal 20 Prozent gedimmt. Auch komme das System nicht durcheinander, wenn in den Abendstunden oder nachts Verkehrsteilnehmer:innen unterschiedlich schnell und in verschiedenen Richtungen unterwegs sind: Dann wandert der Lichtschein in verschiedene Richtungen mit, und an den Begegnungsstellen bleibt es einfach etwas länger hell, erklärt der Sprecher.

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