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Nachbarschaft fordert einen Quartiersplatz für alle

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Von: Sonja Thelen

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Die leerstehende und abgesperrte Häuserzeile in Alt-Rödelheim ist seit langem in der Kritik.
Die leerstehende und abgesperrte Häuserzeile in Alt-Rödelheim ist seit langem in der Kritik. © Renate Hoyer

Die Initiative „Alt-Rödelheim“ und der Ortsbeirat rufen zu einer Kundgebung am Freitag in Alt-Rödelheim auf. Sie fordern die Stadt auf, bei den Plänen zur Gestaltung des heruntergekommenen Platzes mitten im alten Ortskern mitreden zu dürfen.

Die abgesperrte, heruntergekommene und leerstehende Häuserzeile in Alt-Rödelheim 14-20 und Assenheimer Straße 1 ist seit vielen Jahren ein Aufreger im Stadtteil und in der öffentlichen Diskussion, auch im für Rödelheim zuständigen Ortsbeirat 7. Immerhin ist für viele der ehemalige Marktplatz mit den historischen Gebäuden das Herz von Rödelheim, das zunehmend zu einem Schandfleck verkommt. Nachdem die jetzige Eigentümerin, die Sky Construction GmbH, Bauantrag für ihr Vorhaben eingereicht hat, mahnen zahlreiche Initiativen an, die Nachbarschaft in die Planung des Platzes in Alt-Rödelheim einzubeziehen.

Um ihrer Forderung nach „einem Quartiersplatz für alle in Alt-Rödelheim“ Nachdruck zu verleihen, haben bislang knapp 740 Rödelheimer:innen einen entsprechenden Aufruf unterschrieben. Mit einer Kundgebung am heutigen Freitag, 1. Juli, ab 16 Uhr in Alt-Rödelheim wollen die Initiator:innen gegenüber der Stadt deutlich machen, „dass die Bürger ihre Vorstellungen und Wünsche für den Platz berücksichtigt wissen wollen“.

Inge Pauls, eine der Sprecherinnen der Unterschrifteninitiative „Alt-Rödelheim“ und Fraktionsvorsitzende von Farbechte/Die Linke im Ortsbeirat 7, erläutert auf Anfrage: „Im Fokus steht für uns der Platz und seine Gestaltung. Anregungen und Empfehlungen, die bereits 2016 in der Ideenwerkstatt formuliert wurden, müssen berücksichtigt werden. Wir möchten, dass die Rödelheimer an der künftigen Platzgestaltung beteiligt werden.“ Daher haben die Teilnehmer:innen an der Kundgebung die Möglichkeit, ihre Wünsche auf Postkarten zu notieren, die an die Stadt geschickt werden sollen, kündigt Inge Pauls an.

Zugleich wollen die Initiativen die „Stadt ermutigen“, in den Verhandlungen mit dem Investor, die durch die Erhaltungssatzung für Alt- Rödelheim definierten Rahmenbedingungen durchzusetzen. „Die Erhaltungssatzung ist eine rechtsgültige Grundlage. Sie sieht an der Stelle maximal eine 2,5-geschossige Bebauung inklusive eines Staffelgeschosses vor“, erläutert Inge Pauls. „Wir sind gespannt, wie sich die Stadt hier positioniert.“

An sich möchte der Investor an der Stelle der leerstehenden Häuserzeile höher bauen: Der neue Wohnkomplex mit Läden im Erdgeschoss soll drei- bis viergeschossig werden mit einem Dachgeschoss, Walm- und Satteldächern sowie 26 Mietwohnungen (die FR berichtete). Für Inge Pauls wirkt sich die Höhe der Bebauung auf die Platzgestaltung und das „historische Erscheinungsbild“ aus. Das müsse aber erhalten bleiben.

Die Pläne für den Neubau soll der Investor zudem dem Ortsbeirat 7 vorstellen. Laut Ortsvorsteher Johannes Lauterwald (Grüne) soll dies am Dienstag, 12. Juli, um 19 Uhr stattfinden, teilt er auf Nachfrage mit. Der Ort stehe noch nicht fest.

Bei der Kundgebung am heutigen Freitag von 16 bis 19 Uhr in Alt-Rödelheim sprechen Vertreter:innen der Unterschrifteninitiative „Alt-Rödelheim“, Ortsvorsteher Johannes Lauterwald (Grüne) und Heiko Lüßmann für die „Initiative Stadtteilerkundung/Stolpersteine“. Die Gruppe Tongärtner und der Rote-Stern-Chor musizieren. Für Getränke ist gesorgt.

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