1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Rödelheim

Mehr rote Radwegmarkierungen im Frankfurter Westen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sonja Thelen

Kommentare

Seit 2018 weisen die Schilder an der Ecke Westerbach-/Breitlacherstraße den Weg. Jetzt soll dort auch ein roter Radweg markiert werden.
Seit 2018 weisen die Schilder an der Ecke Westerbach-/Breitlacherstraße den Weg. Jetzt soll dort auch ein roter Radweg markiert werden. © christoph boeckheler*

Der Frankfurter Ortsbeirat 7 will das Radfahren im Ortsbezirk sicherer machen. Die Straße Alt-Praunheim ist nach Ansicht der CDU und der SPD für Radstreifen zu schmal.

Das Fahrradfahren soll im Ortsbezirk 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) sicherer werden. Dafür hat das zuständige Stadtteilparlament zwei Anträge in seiner jüngsten Sitzung verabschiedet.

Zum einen fordert das Gremium, in Rödelheim auf der Thudichumstraße und dem Hausener Weg auf der Fahrbahn Fahrrad-Piktogramme zu erneuern und zu ergänzen. Einmütig bei Enthaltung der CDU folgte der Ortsbeirat der Initiative von Farbechte/Die Linke.

Die Verkehrssituation sei in dem Bereich wegen mehrerer Neubauten und der Eröffnung des Rewe-Marktes unübersichtlicher und für Radfahrende unsicherer geworden, da etwa ein Fahrradweg auf dem Bürgersteig weggefallen ist. Das Auftragen und Erneuern der Piktogramme soll zumindest kurzfristig die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöhen, begründet die Farbechte ihren Vorstoß.

Einen deutlichen größeren Effekt verspricht sich die Fraktion von roten Fahrradstreifen, die sie sich sowohl für Thudichumstraße/Hausener Weg wünschen als auch für weitere Hauptverbindungsstraßen: nämlich für Lorscher Straße/Auf der Insel/Rödelheimer Landstraße, Breitlacherstraße und für Alt-Praunheim.

Alt-Praunheim zu schmal

Die Anregung wurde im Ortsbeirat deutlich kontroverser diskutiert. „Diese roten Wege geben keine Sicherheit“, meinte Thomas Rätzke (CDU). Zudem wäre die Straße Alt-Praunheim nicht breit genug für einen roten Fahrradstreifen. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Sasse hält „Alt-Praunheim dafür tatsächlich für zu schmal“. Ansonsten begrüßte Sasse diese roten Streifen, „da sie objektiv gesehen die Aufmerksamkeit auch von Autofahrern erhöht. Sie lösen damit einen Aha-Effekt aus und konditionieren darauf.“

Damit widersprach Sasse Rosemarie Lämmer (BFF): „Diese Flut von roten Radstreifen ist kontraproduktiv.“ Viele würden sie nicht mehr wahrnehmen. Dadurch falle der „Achtung-Effekt“ weg. Das sah Inge Pauls, Fraktionschefin der Farbechten, anders: „Die roten Wege führen zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsbeteiligten.“

Schließlich sprach sich das Stadtteilgremium dafür aus, dass die Stadt überprüft, ob die genannten Straßen für die roten Fahrradstreifen geeignet sind, und das Ergebnis dem Ortsbeirat mitteilt. Für dieses Vorgehen votierten Grüne, Farbechte, SPD, Freie Wähler und Ökolinx. Dagegen stimmten drei Mitglieder der CDU-Fraktion, BFF und FDP. Ein Mitglied der CDU-Fraktion enthielt sich.

Auch interessant

Kommentare