Das Brentanobad ist nicht nur Frankfurts größtes Freibad, es ist auch Deutschlands größtes Beckenbad. Das soll auch so bleiben, findet der Ortsbeirat 7.
+
Das Brentanobad ist nicht nur Frankfurts größtes Freibad, es ist auch Deutschlands größtes Beckenbad. Das soll auch so bleiben, findet der Ortsbeirat 7.

Frankfurt-Rödelheim

Frankfurt-Rödelheim: Brentanobad nicht verkleinern

Der Ortsbeirat 7 in Frankfurt fordert Änderungen beim Bäderkonzept Frankfurt 2025. So sollen Wasserflächen wie die des Brentanobades nicht verkleinert werden, um das Alleinstellungsmerkmal der Anlage zu erhalten.

Das Brentanobad in Rödelheim ist nicht nur Frankfurts größtes Freibad, es ist mit einer Wasserfläche von 11 000 Quadratmetern auch das größte Beckenbad Deutschlands. Das soll auch nach der Umsetzung des „Bäderkonzepts Frankfurt 2025“ so bleiben, findet der Ortsbeirat 7. Daher spricht sich das westliche Stadtteilgremium gegen eine Verkleinerung der Wasserfläche in Rödelheim sowie weiterer Freibäder in seinem Ortsbezirk aus. Große Wasserflächen wie im Brentanobad stellten ein Qualitätskriterium sowie ein Alleinstellungsmerkmal dar, sie machten den besonderen Reiz der großzügigen Anlage aus, begründen SPD und Farbechte/Die Linke ihren Antrag. Auf den Verkauf von städtischen Flächen sei zu verzichten.

Ebenso lehnt der 7er es ab, Teilflächen des Brentanobads zu bebauen, da das Bad im Landschaftsschutzgebiet läge. Auch die angedachte Verkürzung der Badesaison im Brentanobad und im Hausener Bad stößt im Ortsbeirat auf Ablehnung. Überdies fordern die Ortspolitiker, dass mögliche Kooperationen mit Hotels oder anderen Privatfirmen nicht dazu führen dürften, den Bäderbetrieb einzuschränken.

Ihre Forderungen brachten die Politiker einstimmig bei Enthaltung der CDU auf den Weg, sie sollen Eingang in das „Bäderkonzept Frankfurt 2025“ finden. Gegen die Stimmen von FDP und Rosemarie Lämmer (fraktionslos) sowie Enthaltung der CDU sprach sich das Gremium mehrheitlich dafür aus, „Public-Privat-Partnership-Konstrukte“ im Bäderkonzept auszuschließen, da diese „bisher immer zu Lasten des Steuerzahlers ausgegangen sind“, heißt es in dem Antrag.

Auch gegen das illegale Parken auf Fuß- und Radwegen sowie Verkehrsinseln rund um das Brentanobad und das Stadion am Brentanobad will der Ortsbeirat vorgehen. Hierzu hat er einstimmig einen interfraktionellen Antrag mit einem Forderungskatalog an den Magistrat verabschiedet. So soll der Verkehr an Sommer- und Spieltagen stärker überwacht und die rechte Fahrbahn der Ludwig-Landmann-Straße zwischen Parkplatzeinfahrt Brentanobad und Fußgängerüberweg am Ende der Sportanlage ganztägig zum Parken freigegeben werden, um das illegale Parken auf dem Radweg zu unterbinden. Mit Hilfe großer Steine soll zudem das Parken auf den Grünflächen sowie mittels „Frankfurter Hüte“ auf den Rad- und Fußwegen ab der Niddabrücke unmöglich gemacht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare