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Der lange Weg vom Schönhof-Viertel zum Westbahnhof

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Von: Judith Dietermann

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2000 Wohnungen, eine Grundschule und mehrere Kitas entstehen im Schönhof-Viertel südlich der Rödelheimer Landstraße. Während die Arbeiten bereits voranschreiten, geht es bei einer verbesserten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schleppend voran. Für eine direkte Fußgänger-Verbindung ist ein Planfeststellungsverfahren nötig.

Gut 2000 Wohnungen, eine Grundschule und mehrere Kitas entstehen im Schönhof-Viertel südlich der Rödelheimer Landstraße. Während die Arbeiten bereits voranschreiten, geht es bei einer verbesserten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schleppend voran. Dass weder die Unterführung in der Verlängerung des Birkenwegs, der künftigen Valentina-Archipowa-Straße, bis zum Baubeginn fertiggestellt sein wird, noch andere verbesserte Anbindungen für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen an den Westbahnhof bedacht wurden, stößt beim zuständigen Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) auf Unverständnis.

Abstimmung mit der Bahn

Auf eine Busanbindung an den S-Bahnhof Rödelheim, die U-Bahn-Station Industriehof oder eine 400 Meter entfernte Straßenbahnhaltestelle zu verweisen, entspreche bei einem Quartier dieser Größe nicht den Erfordernissen einer klimagerechten Mobilitätspolitik. Daher fordert das Stadtteilparlament, entsprechende Planungen für eine Verbindung zum Westbahnhof schnellstmöglich aufzunehmen.

Zur Herstellung der Unterführung zum Westbahnhof stimme man sich intensiv mit der Deutsche Bahn AG ab, teilt der Magistrat mit. Es sei allerdings ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren notwendig, um das Baurecht zu erlangen. Die erforderlichen Planungen befänden sich noch im Anfangsstadium.

Die leistungsfähige Erschließung des Öffentlichen Nahverkehrs eines Neubaugebietes erfolge in der Regel über Hauptverkehrsstraßen. Aufgrund der Lage des Schönhof-Viertels zwischen Rödelheimer Landstraße, Ludwig-Landmann-Straße sowie der Eisenbahntrassen sei nur eine Randerschließung möglich.

Dennoch sei das Gebiet nach den Kriterien des Nahverkehrsplans allein schon durch die Metrobuslinie 72 vollständig erschlossen. Die Linie bediene drei Haltestellen – Kasernenstraße, Birkenweg und Sternbrücke. Die Fußwege zu diesen Haltestellen betragen maximal 200 Meter, argumentiert der Magistrat. Die zudem vom Ortsbeirat geforderte sichere Fahrradinfrastruktur werde geschaffen. So seien in der Valentina-Archipowa-Straße in beide Fahrtrichtungen Radverkehrsanlagen geplant. 2,30 Meter breit werden die Radwege sein, ein 75 Zentimeter Sicherheitsstrennstreifen bietet Schutz zu geparkten Autos. Die Zufahrt zur westlichen Rampe der Brücke an der Rödelheimer Landstraße werde unter Berücksichtigung der Belange des Radverkehrs im Zuge der Erschließungsarbeiten anforderungsgerecht umgebaut.

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