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Cyriakusgemeinde feiert Festgottesdienst auf der Insel

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Pfarrerin Silke Schromm vor der Gedenktafel, die sich im Eingang der Cyriakuskirche befindet. Die Tafel ist das älteste Teil der Kirche.
Pfarrerin Silke Schromm vor der Gedenktafel, die sich im Eingang der Cyriakuskirche befindet. Die Tafel ist das älteste Teil der Kirche. © sauda

Nach drei Jahren öffnet nun wieder die Cyriakuskirche. Rund 2,6 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Als nächstes soll das Pfarrhaus umgebaut werden.

Noch klebt die Hausnummer an der Cyriakuskirche provisorisch über einem anderen Schild. Das wird sich bis Sonntag ändern. Dann findet in der Kirche auf der Insel nach drei Jahren wieder ein Gottesdienst statt. So lange hat der Umbau des Gebäudes gedauert.

Die Hausnummer ist nur eine von vielen kleinen Baustellen, die bis zur Wiedereröffnung noch behoben werden müssen. Der Altar, das Lesepult und das Taufbecken kamen erst Anfang dieser Woche. Auch die 175 neuen Stühle sind erst vor wenigen Tagen eingetroffen. Alleine 50 davon werden im Kirchenraum für den Gottesdienst bereitstehen. Die anderen kommen in die Gemeinschaftsräume des angrenzenden Gotteshauses.

Silke Schrom ist seit 2007 Pfarrerin in der Cyriakusgemeinde und begleitete die Bauarbeiten. „Ich freue mich darauf, wenn die Gemeinde sieht, was in den vergangenen Jahren entstanden ist“, sagt sie. Die Veränderung beginnt bereits am Eingang. Dadurch, dass die Kirche künftig nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Gemeindezentrum dient, hat sie nun zwei Eingänge.

Der Kirchenraum ist über den bekannten Eingang erreichbar. Wer dort hineintritt, blickt gleich rechts auf einen großen Stein: das Epitaph, eine Gedenktafel. Es erinnert an Katharina von Isenburg, die 1461 für die Instandsetzung und Erweiterung der Cyriakuskapelle verantwortlich war. Sie ist der älteste Teil der Kirche. Dort wird Schrom künftig predigen. „Vor dem Umbau stand der Pfarrer immer im Nordchor, die Kapelle war nur Beiwerk. Jetzt steht sie jeden Sonntag im Mittelpunkt“, erklärt die Pfarrerin.

Auch der Nordchor, das nördliche Kirchenschiff, hat sich verändert. Die vier gemalten Evangelisten sind jetzt aus Metall. „Wir hatten einen Wettbewerb im vergangenen Jahr für Kunstateliers ausgeschrieben, weil wir einen neuen Altar und ein Lesepult brauchten“, erläutert Schrom. Diesen habe ein Atelier aus Paderborn gewonnen. Der Altar ist aus Eichenholz. In der gleichen Farbe glänzt das neue Parkett. Passend dazu ist das Lesepult gestaltet.

Rund 2,6 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Das Gemeindezentrum in der Alexanderstraße wurde aufgegeben und ist jetzt im ersten Stock der Cyriakuskirche eingezogen. Grund sind sinkende Mitgliederzahlen.

Die umgebaute Cyriakuskirche wird am morgigen Sonntag, 27. November, um 14 Uhr mit einem Festgottesdienst feierlich eröffnet. Als Nächstes soll das Pfarrhaus umgebaut werden, Ende 2023 soll es fertig sein. Dort werden die Büros aus der Alexanderstraße einziehen.

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