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Unter der S-Bahnbrücke am Blauen Steg in Rödelheim gibt es nun Warnmarkierungen. Kopf einziehen heißt es aber weiterhin. r. rüffer

Rödelheim

Achtung, Kopf einziehen!

  • vonJudith Dietermann
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Der Niddauferweg wird nicht tiefergelegt. Die mögliche Kosten sind zu groß. Radfahrer müssen also weiterhin vorsichtig sein.

Radeln an der Nidda ist beliebt – nicht nur als Freizeitvergnügen, sondern auch als alternativer Arbeitsweg, auch im Herbst und Winter. Doch entlang des Niddauferwegs heißt es für Fahrradfahrende in unregelmäßigen Abständen: Kopf einziehen! Denn die über die Nidda und damit auch über die Uferwege verlaufenden Brücken sind mit einer maximalen Durchfahrtshöhe von 1,80 Meter so tief, dass Radler:innen nicht anders drunter durchpassen würden.

Es sind die S-Bahn-Brücke „Rödelheim“ und die Autobahnbrücke der A648 nahe der Siedlung Neufeld zwischen dem Sossenheimer Unterfeld, Niedwald und Griesheim, die die Gefahr bergen, sich dort den Kopf zu stoßen. Zudem sei der Weg unterhalb der Brücken nicht beleuchtet, kritisierte der Ortsbeirat 7 (Rödelheim). Auch im 6er (Frankfurter Westen) war das Thema.

Da die Brücke der A648 Teil des Ausbaus des Frankfurter Westkreuzes sei, habe man sich nun nochmals an die zuständige Straßenbaubehörde Hessen Mobil gewandt, teilte der Magistrat jetzt in einer Stellungnahme mit. Die zukünftige lichte Höhe der Brücke, die derzeit sogar nur 1,75 Meter beträgt, könne derzeit noch nicht exakt benannt werden, heißt es von dort. Im Zusammenhang mit der Brückensanierung ergebe sich zwar keine Notwendigkeit, den Uferweg tiefer zu legen. Hessen Mobil habe jedoch zugesichert, dass dennoch eine Absenkung des südlichen, weil stärker frequentierten Uferweges vorgenommen werde, so der Magistrat.

Verbesserung der Situation

Damit verbessere sich die Situation für den Radverkehr. Zumindest dort, denn der unterhalb der S-Bahn-Brücke verlaufende Niddauferweg wird nicht tiefergelegt. Weil dort ein Kanal mit sehr geringer Überdeckung verläuft, wäre es für die Tieferlegung erforderlich, den Kanal um rund einen Meter abzusenken und zugleich zu verbreitern, um den Abflussquerschnitt zu erhalten.

Eine Arbeit mit Baumaschinen lässt die niedrige Höhe nicht zu, die Arbeiten müssten von Hand erledigt werden, was zu einem erheblichen Kostenaufwand führen würde, erklärt der Magistrat, warum von einer Tieferlegung abgesehen werde. Stattdessen wurden an der Brücke Warn-Markierungen angebracht, die den Radverkehr auf mögliche Gefahren wegen der geringen Durchfahrthöhe hinweisen. Soll heißen: Es stehen dort jetzt Schilder, die davor warnen, sich den Kopf zu stoßen.

Die Gefahr, dass der Niddauferweg überschwemmt werde, sei kein Grund, der gegen eine Tieferlegung spräche, so der Magistrat. Auch danach hatte der Ortsbeirat gefragt. In den vergangenen Jahren sei es zu keinen Überschwemmungen im Bereich der Brücken gekommen. Zudem würde vermutlich das nur bei sehr starkem Hochwasser geschehen. Genauere Angaben dazu ließen sich aber erst nach detaillierten Planungen machen.

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