Rödelheim

Rödelheim: Gefährliche Einbahnstraße

Der Ortsbeirat wünscht sich ein Verbotsschild für Radfahrer in der Radilostraße.

Mit dem Fahrrad gegen die Einbahn zu fahren, ist in Frankfurt vielerorts erlaubt. Wo das der Fall ist, weist ein kleines weißes Schild mit eine Fahrrad als Symbol darauf hin. Doch nicht jede Straße ist dafür geeignet. Wie etwa die Radilostraße zwischen Lorscher Straße und Bahnhof Rödelheim. Sie ist zu eng – vor allem wegen der entgegenkommenden Linienbusse. Doch das hält so manchen Radfahrer nicht davon ab, trotz des Verbots gegen die Fahrtrichtung durch die Radilostraße zu sausen. Daher forderte die SPD im Ortsbeirat 7 ein Schild, das auf das Einfahrtverbot hinweist.

Dieses Schild gibt es aber nicht in der Straßenverkehrsordnung. Das rote „Einfahrt verboten“-Schild sei hierfür ausreichend, erläuterte Grünen-Fraktionsvorsitzende Miriam Dahlke und bestätigte, dass es tatsächlich wegen der Busse „keine gute Idee“ sei gegen die Fahrtrichtung durch die Radilostraße zu fahren. Auch Alexander Zollmann, CDU-Fraktionschef, bewertete dies als „lebensgefährlich“ und verwies, wie auch Dahlke, als geeignetere Alternative auf die parallel verlaufende Alexanderstraße.

Wenngleich der Antrag angesichts drohender Erfolglosigkeit zurückgezogen wurde, bescherte das Thema dem Stadtteilgremium eine unerwartete Diskussion über einen fahrradgerechten und fußgängerfreundlicheren Umbau von Radilo- und Lorscher Straße wie in der „Vision Rödelheimer Ortskern 2030“ im Nachgang zur Ideenwerkstatt 2017 festgehalten.

Für einen solchen Umbau und eine lebenswertere Gestaltung der Radilostraße mit mehr Aufenthaltsqualität, die vor allem zu Lasten von Parkplätzen gehen würde, plädierten Bernhard Kohaupt von der Bürgerinitiative (BI) Stufenlos und Dennis Rieth (ADFC Frankfurt) in der Bürgerfragestunde. Doch mit einer Umsetzung dieser Ideen rechnet Torben Zick (Farbechte/Die Linken) nicht in naher Zukunft, da die Radilostraße erst vor wenigen Jahren hergerichtet worden war: „Das ist eine Vision für 2030. Die Stadt wollte damals nicht den Eindruck erwecken, dass bald etwas passiert.“

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