Frankfurt-Nordwest

Rodungsarbeiten im Niddapark

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Das Grünflächenamt will auf den gerodeten Flächen neue Wiesen ansähen.

Mit Rodungs- und Schnittarbeiten sind dieser Tage Mitarbeiter des städtischen Grünflächenamts im Volkspark Niddatal beschäftigt. Anwohner befürchten, dass durch den Rückschnitt der Pflanzen die Artenvielfalt in der größten zusammenhängenden Parkanlage Frankfurts zurückgehen könnte. Büsche und Sträucher an den Wald- und Wiesenrändern der Anlage würden systematisch entfernt, moniert FR-Leser Gerhard Buch.

Schon seit Jahren genießt der Frankfurter bei Spaziergängen durch die Grünanlage das dortige Naturtreiben. Dass nun Teile des Volksparks im Nordwesten der Stadt ihren naturbelassenen Charakter verlören, das mache ihn traurig. Bei Beobachtungen der Grünarbeiten dränge sich ihm der Eindruck auf, dass dem Grünflächenamt „Schönheit vor Naturschutz geht“, sagt Buch.

Im Grünflächenamt weist man diesen Vorwurf von sich. Tatsächlich seien im Niddapark in den vergangenen Tagen Ahornbäume und Brombeerhecken gerodet worden, erklärt Simone Jacob. Bei den Bäumen handele es sich allerdings überwiegend um Exemplare, die von der Rußrindenkrankheit befallen seien. Die Brombeerbüsche würden durch ihr überwucherndes Wachstum andere Arten verdrängen.

Auf den gerodeten Flächen will die Behörde neue Wiesen ansähen. In den Gräsern sollen sich dann Schmetterlinge und andere Insekten ansiedeln. Laut Grünflächenamt würde dadurch die Artenvielfalt im Park sogar erhöht. „Alle Arbeiten sind abgestimmt mit der Unteren Naturschutzbehörde“, versichert Jacob. Zudem berücksichtige man die gesetzlich festgeschriebenen Vogelschutzzeiten. Demnach dürfen Hecken und Büsche nur bis zum 1. März eines jeden Jahres zurückgeschnitten werden, um Beschädigungen von Vogelbrutplätzen zu verhindern.

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