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Patrick O. J. Moore und Band in der Straße Alt-Rödelheim.
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Patrick O. J. Moore und Band in der Straße Alt-Rödelheim.

Frankfurt-Rödelheim

Rocken im Bioladen

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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An 33 ungewöhnlichen Orten im gesamten Stadtteil spielten bei der Musiknacht Bands und DJs. Das kostenlose Festival wird von Rödelheimer Bürger veranstaltet.

Sobald die Passagiere am Rödelheimer Bahnhof ausgestiegen sind, schallt ihnen am frühen Samstagabend Live-Musik entgegen. Vor der Unterführung hat die Bigband der Liebigschule bei der fünften „Rödelheimer Musiknacht“ ihre Instrumente aufgebaut. Die 14 Mitglieder spielen auf Keyboard, Schlagzeug, Trompete und anderen Blasinstrumenten ältere und neuere Cover-Songs. Hinter ihnen eilen Passanten vorbei. Ein großes Publikum aber hat es sich, ähnlich einem Amphitheater, auf den Treppenstufen im Halbkreis bequem gemacht und lauscht.

Darunter sind auch der Rödelheimer Wolfgang Geiger (82) und Richard Läufer. Die beiden spielten früher selbst gemeinsam, in einer „Tanzmusik-Combo“, wie sie sagen. „Dass die Jugend musiziert“, gefällt Läufer, der in Zeilsheim wohnt. Sein Freund lobt die „sagenhafte Organisation“ der Musiknacht, bei der an 33, meist ungewöhnlichen Orten im gesamten Stadtteil, viele unterschiedliche Musikstile präsentiert werden.

Veranstaltet wird das kostenlose Musikfestival von Rödelheimer Bürgern und dem Quartiersmanagement. Durch Spenden, Sponsoren und die Stadt wird es finanziert. Einer der ehrenamtlichen Mitveranstalter ist René Diel, der vor dem Bahnhof „Clubmusik von House bis Hip-Hop“ beisteuert. Zum zweiten Mal hat der Rödelheimer, der mit einem Freund eine Veranstaltungstechnik-Firma betreibt, ein DJ-Pult mit Plattenspielern, Scheinwerfern und Boxen aufgebaut. Noch ist außer kaltem Rauch aus der Nebelmaschine nichts los. „Wir fangen erst um 20 Uhr an“, sagt Diel. Im letzten Jahr hätten etwa 500 Leute für rund zwei Stunden getanzt, „von kleinen Kindern bis Älteren“. Probleme wegen der Lautstärke gebe es nicht. „Der DJ ist im Mietshaus gegenüber aufgewachsen und hat alles abgeklärt“, berichtet Diel.

Richtig voll ist es im Hinterhof des Bioladens an der Lorscher Straße. Dort spielen „the good old boys“ rockige Rhythmen. Rasant geht es im Brentanopark auf der Rollschuhbahn zu. Bei der „Roller-Disko“ drehen die Läufer zu einem Mix aus Funk, Soul und Disco ihre Runden über die Betonfläche. Zwischendurch gibt der DJ bekannt: „Bitte jetzt in entgegensetzter Richtung laufen!“ Das sorgt nur bei wenigen für Irritation und kleinere Stürze.

Einige Hundert Meter weiter haben Streicher, Klarinettisten und Klavierspieler den Brentanopavillon im Zeichen des Tango besetzt. Rundherum haben sich die Zuschauer versammelt. Ein Paar versucht einige Tanzschritte. Die meisten lauschen. Hannelore Boeker findet die musikalische Darbietung „sehr erbaulich“. Die Eschersheimerin ist mit ihrem Partner Konrad Zielinski erstmals bei dem abendlichen Festival. „Ein bisschen mühsam ist es, die Lokalitäten zu finden“, sagt Zielinski. Den guten Zuspruch der Besucher hebt er wiederum hervor und dass „in dem Stadtteil etwas passiert“.

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