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Der RMV will die Kontrollen der Maskenpflicht ausweiten.

Mobilität

RMV weitet Angebot in Hessen aus

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Zum Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember gibt es zusätzliche Expressbuslinien und mehr regionalen Bahnverkehr. Die Maskenpflicht soll stärker kontrolliert werden.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) führt ab 13. Dezember drei neue Expressbuslinien ein. Die mit „X“ gekennzeichneten Buslinien sind in Mittelhessen unterwegs. Sie verbinden Alsfeld mit Bad Hersfeld (X33), Gladenbach mit Herborn (X37) und Dillenburg mit Biedenkopf (X41).

Expressbusse sind schneller am Ziel, weil sie über Schnellstraßen fahren und an weniger Stationen halten. So kommen Fahrgäste auf der Linie X31 zehn Minuten eher an. Auf der Linie X37 sparen sie gar 36 Minuten und auf der Linie X41 20 Minuten. Die Expressbusse haben größtenteils WLAN. Das lohne sich, weil die Fahrgäste, anders als in U-Bahnen oder Straßenbahnen, relativ lange im Bus säßen, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Insgesamt würden die meisten Busse in Hessen nun mindestens im Stundentakt fahren, sagte er.

Auf der Odenwaldbahn von Erbach über Darmstadt Nord nach Frankfurt fahren die Züge nach dem Fahrplanwechsel morgens und nachmittags eine Stunde länger in einem dichten Takt hin und zurück.

Auf der Dreieichbahn (RB61) gibt es am Nachmittag zusätzliche Fahrten vom Frankfurter Südbahnhof in Richtung Dieburg. Die zusätzlichen Züge würden vom Südbahnhof abfahren, weil der Hauptbahnhof keine Kapazitäten mehr habe, erläuterte RMV-Chefplaner Thomas Busch.

Auf der Vogelsbergbahn (Gießen – Alsfeld – Fulda) gibt es mehr Fahrten nach 20 Uhr. Auf der Verbindung von Marburg nach Gießen (RB41) fahren die Züge von 6 bis 19 Uhr alle 30 Minuten. Auch zwischen Gießen und Grünberg (RB45) wird der 30-Minuten-Takt morgens und abends verlängert.

RMV-Geschäftsführer Ringat kündigte eine Ausweitung der Kontrollen der Maskenpflicht an. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung soll in die RMV-Beförderungsbedingungen aufgenommen werden. Der RMV-Aufsichtsrat entscheide darüber bei seiner Sitzung in zwei Wochen. Danach könnten die RMV-Kontrolleure die Maskenpflicht ebenso prüfen wie Fahrscheine. Bislang werden externe Ordnungskräfte eingesetzt. Das Bußgeld für Maskenverweigerer beträgt 50 Euro.

Die Mehrheit der Fahrgäste beachte die Maskenpflicht, so Ringat. Die Zahl der Maskenverweigerer sei in den vergangenen vier Wochen von 0,7 auf 0,4 Prozent der Fahrgäste gesunken.

Derzeit seien 65 Prozent der Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahr in den Bussen und Bahnen im RMV-Gebiet unterwegs. Ringat rechnet damit, die Zahl der Fahrgäste werde erst 2024 wieder auf das Niveau von Vor-Corona steigen. Bis 2030 erwartet der RMV wiederum ein Drittel mehr Fahrgäste als vor der Pandemie.

Der RMV biete auch unter Coronabedingungen 100 Prozent der Leistungen an, sagte Ringat: „Würden wir unsere Leistungen zurücknehmen, Fahrzeuge und Personal reduzieren, dann bräuchten wir Jahre, um wieder hochzufahren.“ Für den Ballungsraum Frankfurt soll bis Ende 2022 eine Regionaltangente Süd und Ost untersucht werden. Die Studie zum Fernbahnhof in Frankfurt soll im Sommer 2021 vorliegen.

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