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Zu viele Hunde auf der Wiese der SG Riederwald

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Von: Fabian Böker

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Auf dieser Wiese tummeln sich oft Hunde – was eine andere Nutzungen erschwert.
Auf dieser Wiese tummeln sich oft Hunde – was eine andere Nutzungen erschwert. © christoph boeckheler*

Die renaturierte Wiese neben dem Sportplatz der SG Riederwald kann nur eingeschränkt genutzt werden, weil die vor allem von Hunden vereinnahmt wird. Lösungen werden gesucht,

Spielende Kinder, picknickende Familien, sporttreibende Anwohner und Anwohnerinnen – so hatte sich Michael Radowski das vorgestellt mit der renaturierten Wiese, die im vergangenen Jahr auf der Anlage der SG Riederwald entstanden ist. Doch so genutzt wurde sie bisher quasi gar nicht. Denn sie wurde „vereinnahmt“, wie es der Vorsitzende des 1919 gegründeten Vereins ausdrückt. Von Hunden.

Zur Vorgeschichte: 2021 hat die SG einen neuen Kunstrasenplatz erhalten. In diesem Zuge wurde eine andere Rasenfläche am Volgersbrunnenweg renaturiert und sollte fortan als frei zugängliches Areal den Menschen aus dem Stadtteil zur Verfügung stehen. Mit den eingangs erwähnten Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Familien. Die SG hatte sogar noch weitere, konkrete Pläne. Der Verein wollte Sportangebote auf der Wiese initiieren, vor allem für Kinder und Jugendliche.

„Diese sollten dort Fitnesskurse machen können, auch unsere Gymnastikgruppen sollten die Fläche nutzen“, skizziert der Vorsitzende die ersonnenen Ideen. „Gerade in der Corona-Zeit wäre das wichtig gewesen.“ Doch daraus wurde nichts. Denn auf der Wiese, die für alle da sein sollte, hätten sich hauptsächlich Hunde getummelt.

Der Verein

Die Anfänge der SG Riederwald gehen auf den 6. Juni 1919 zurück, als mit dem VfB Riederwald der erste Verein im Stadtteil gegründet wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss der sich dann mit mehreren Vereinen zur SG Riederwald zusammen.

Aktuell hat die SG rund 650 Mitglieder in den Abteilungen Fußball sowie Sport & Spiel. Letztere umfasst unter anderem die Sparten Badminton, Tischtennis, Dart und Fitness.

Infos zum Verein gibt es online unter www.sgriederwald.de. bö

Das bestätigen mehrere Mitglieder des Ortsbeirats 11 (Riederwald, Seckbach, Fechenheim), in dessen jüngster Sitzung am Montag Radowski sein Anliegen vortrug. Die Hunde nähmen einerseits Platz weg und würden vor allem Kinder davon abhalten, unbeschwert auf der Wiese zu spielen. Andererseits „tauchen natürlich überall die Hinterlassenschaften der Tiere auf“, so Radowski.

Ein Zustand, den auch der Ortsbeirat nicht akzeptabel findet. Er hatte sich daher bereits in einer früheren Sitzung mit dem Thema befasst. Im März hatte die Fraktion der Linken den Vorschlag eingebracht, dass der Magistrat prüfen solle, ob im Bereich der Sportplätze ein Hundeauslaufplatz entstehen kann. Die Fläche sollte eingezäunt und mit Sitzmöglichkeiten für die Hundehalter:innen versehen werden. Doch der Antrag wurde – denkbar knapp mit einer Stimme – abgelehnt.

Zäune wären auch nicht im Sinne von Michael Radowski und seinem Verein. Die Wiese soll ja schließlich für alle da sein, „und demzufolge auch ganz klar für die Hunde und die dazugehörigen Menschen“. Er denkt daher eher an Schilder, die auf der Wiese aufgestellt werden. Motto: Ge- statt Verbote. „Die Schilder sollen allen zeigen, dass hier auch gespielt und gepicknickt werden darf. Es muss einfach gegenseitig Rücksicht genommen werden.“

Vom zuständigen Grünflächenamt war bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu bekommen. Aus dem Ortsbeirat heißt es aber, dass die Behörde mit dem Status quo ebenfalls nicht zufrieden sei.

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