Die Leiterin desKinder- und Familienzentrums, Barbara Rettemeier, und Quartiersmanager Dr. Sebastian Wolff vor den neuen Räumen des Nachbarschaftszentrums Riederwald.  
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Die Leiterin des Kinder- und Familienzentrums, Barbara Rettemeier, und Quartiersmanager Dr. Sebastian Wolff vor den neuen Räumen des Nachbarschaftszentrums Riederwald.  

Riederwald

Treffpunkt Ortsmitte

  • Clemens Dörrenberg
    vonClemens Dörrenberg
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Das neue Nachbarschaftszentrum im Riederwald ist eröffnet. Künftig will auch der Schutzmann vor Ort seine Sprechstunde dort abhalten.

Anfang des Monats sind das Nachbarschaftsbüro sowie das Kinder- und Familienzentrum, kurz Kifaz, in die Räume der ehemaligen Bankfiliale in der Schäfflestraße gezogen. Seit einigen Tagen begrüßen Quartiersmanager Sebastian Wolff und Barbara Rettemeier, Leiterin des Kifaz, Bewohner des Viertels, die neugierig sind und das neu gegründete Nachbarschaftszentrum von innen sehen wollen.

2018 waren noch Unterschriften gesammelt worden, um die Schließung der Bank zu verhindern. Vergeblich, zur nächsten Filiale müssen die Riederwälder nun ins Hessencenter. Nur Geldabheben ist noch möglich, an einem Automaten an der Außenwand. Das Innere soll künftig zum Treffpunkt der Stadtteilbewohner werden. „Einige denken, dass es immer noch eine Bank ist und kommen erstmal rein“, berichtet Wolff. So kommt der 36-Jährige auch mit Riederwäldern ins Gespräch, die die Bürgeranlaufstelle noch nicht kennen. Weil es ein „Nachbarschaftszentrum nicht nur für, sondern der Riederwälder“ sein soll, ist Wolff offen für Gestaltungswünsche. Eine Idee seien Bänke und Hochbeete vor der Hauswand an der Raiffeisenstraße. Wegen des Coronavirus habe er jedoch alle Gemeinschaftsarbeiten erst mal verschoben. Denn derzeit dürfen nur jeweils zwei Besucher gleichzeitig ins Gebäude.

Computerarbeitsplatz mit Drucker

Hinter einer gläsernen Foyertür stehen zusammengerückte Tische. In einer Ecke gibt es einen Computerarbeitsplatz mit Drucker. „Ganz viele Kinder haben Probleme mit dem Homeschooling“, sagt Wolff und weiter: „Hier können sich die Kids ihre Hausaufgaben ausdrucken.“ Weitere PC-Arbeitsplätze will der Quartiersmanager an verschiedenen Orten im Stadtteil aufstellen lassen, etwa in der Flintstraße, in einer Übergangsunterkunft für Geflüchtete. Von der kommunalen Familienhilfe habe er dafür bereits fünf ausrangierte Computer gespendet bekommen.

Im hinteren Flur sollen Regale aufgebaut werden, um Stadtteilprojekten wie dem Nähtreff, dem Kinderkunstkurs und der Naturschutzgruppe „Utopische Kapitäne“ Stauraum zu bieten. Yogakurse und Kunstausstellungen seien weitere Ideen von Bürgern. Künftig will außerdem der Schutzmann vor Ort seine Sprechstunde dort abhalten. Ab wann, ist noch unklar.

Zwischenwände, die in den vormaligen Kassenraum eingezogen wurden, markieren nun Arbeitszimmer für das Nachbarschaftsbüro und das Kifaz. Nebenan gibt es eine kleine Küche und eine barrierefreie Toilette. Eine Rampe vor dem Haus, die vorher schon da war, ermöglicht einen treppenfreien Aufgang zum Gebäude. Kifaz-Leiterin Rettemeier freut sich über den Umzug in die Ortsmitte. „Wir waren mit unserer Beratung in der Schlettweinstraße vorher völlig ab vom Schuss“, sagt die 58-Jährige und fügt hinzu: „Nun sind wir so zentral im Stadtteil, wie man nur sein kann.“ 120 Quadratmeter teilen sich beide Einrichtungen. Die Miete wird halbiert: Im Falle des Kifaz zahlt als Träger die Evangelische Philippusgemeinde, beim Nachbarschaftsbüro kommt das Geld aus dem Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft.

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