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Zum 100-jährigen Bestehen richtet die SG Riederwald ein Dart-Turnier im Festzelt aus.

Riederwald

Die SG Riederwald feiert 100 Jahre

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E-Darts, die jüngste Sparte des Sportvereins, ist auch die aktuell erfolgreichste.

Es wird gegrölt und gejubelt, angefeuert, geschwitzt und gesungen, als die derzeit erfolgreichste Sportsparte der SG Riederwald das volle Festzelt beherrscht: Der Pfingstsonntag beim traditionellen Waldfest gehört dem E-Darts. In diesem Jahr feierte die Riederwälder Sportgemeinschaft dort außerdem ihr 100-jähriges Bestehen. Es geht entspannt zu vor dem großen Darts-Turnier um 16 Uhr, bei dem schließlich Rosario Lavino siegen wird. „Beim Warm-Up spielen wir statt von 501 nur von 301 runter“, erklärt Karsten – gesiezt wird hier nicht –, der bei der jüngsten Sportart des SG-Riederwald von Anfang an dabei war. Das Warm-Up gewinnt Tobis Ludwig.

Vor gut zwei Jahren hat sich vorwiegend aus ehemaligen Fußballern die E-Darts-Mannschaft „DC SGR Doppel 19“ gegründet. Sie spielen in der sogenannten „Bären-Liga“, in der sie nach der letzten Saison zwar von der A- in die B-Liga abgestiegen sind, trotzdem viele Siege holen. Weil es ein Open-Darts-, also auch für Nichtmitglieder geöffnetes Turnier ist, sind auch befreundete Spieler aus Offenbach, Rheinland-Pfalz und Thüringen dabei.

Konzentration und Geduld erfordere das Spiel, das in den vergangenen Jahren viele Spieler und Zuschauer gewonnen hat. Je höher die Treffsicherheit, desto schneller ist die Runde gewonnen. „Man kann es sich gar nicht vorstellen, aber die mentale Anstrengung bringt einen zum Schwitzen“, erzählt Karsten. Er verkauft Lose – die Einnahmen gehen an den Verein „Main-Lichtblick“, der kranken und beeinträchtigten Kindern Wünsche erfüllt.

Ilona und Carola tragen zwar auch die grün-gelben Vereins-T-Shirts, im Verein seien bisher aber keine Frauen. „Das ist auf jeden Fall möglich“, versichert Karsten. Darüber sei auch schon gesprochen worden, denn erst im vergangenen Jahr wurde die Darts-WM für Frauen geöffnet.

Vor 100 Jahren war Turnen noch viel beliebter, berichtet der Spiel und Sport-Vorsitzende Michael Radowski. Von den 50ern bis in die 90er sei der Riederwald für starke Fußball- und Handball-Mannschaften bekannt gewesen. Heute bietet der Verein mit 600 Mitgliedern ein breites Spektrum vom Kinderturnen, über Yoga, Tischtennis, Rückenfitness bis Boule. „Normalerweise findet beim Waldfest immer das Jugend-Fußballturnier statt. Das musste wegen Umbauten auf dem Sportplatz in diesem Jahr leider ausfallen“, bedauert Radowski. Dafür bekommt der Verein den lang ersehnten Kunstrasenplatz.

Djs und Live-Band, Skat- und Bouleturnier, Seniorennachmittag und Kinderfest stehen beim fünftägigen Waldfest auf dem Programm. Neben den Sportplätzen hat Jennifer Kramer gerade ihren Dienst beim Fest beendet. Weil sie einen Sohn hat, der im Verein Fußball spielt und turnt, freut sie sich besonders aufs Kinderprogramm am Dienstag. „Das lohnt sich immer.“

Die E-Darts-Spieler trainieren unter der Leitung von Michael Strauss immer Mittwochs von 18 bis 22 Uhr im Vereinsheim am Volgersbrunnenweg. Das Angebot der SG Riederwald ist unter www.sgriederwald.de zu finden.

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