Bauarbeiten

Pestalozzischule in Frankfurt-Riederwald erhält Lärmschutz

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Vom Bau des Riederwaldtunnels wird die Grundschule jahrelang betroffen sein. Nun zeichnet sich mehr Lärmschutz ab.

Die Stadt Frankfurt setzt sich für einen besseren Schutz der Pestalozzischule im Riederwald während der Arbeiten für den Riederwaldtunnel von 2021 bis 2029 ein. Das geht aus einem Bericht des Magistrats hervor, der am kommenden Dienstag auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses steht. Demnach fordert der Magistrat, die Lärmschutzwand über die Haenischstraße zu verlängern, dort eine Pforte für Fußgänger durch Überlappen von zwei Wandsegmenten einzurichten und die Zufahrt für Autos an eine andere Stelle zu verlagern.

Das soll die Grundschule für rund 280 Kinder, den Kindergarten und die beiden Horte an der Pestalozzistraße entlasten. Der Magistrat greift damit eine Forderung des Ortsbeirats 11 auf. „Endlich, endlich, endlich! Die lang ersehnten, positiven Nachrichten für die Schüler, Eltern und Lehrer der Pestalozzischule“, kommentierte die Bürgerinitiative Riederwald, die den Bau des Tunnels, eine Autobahnverbindung zwischen A661 und A66 im Frankfurter Osten, kritisch begleitet.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, ist derzeit ein passiver Lärmschutz an der Süd- und Westfassade der Schule vorgesehen. Das heißt, vorhandene Fenster müssten ersetzt werden. Die Pestalozzischule, früher Konrad-Haenisch-Schule, wurde in den Jahren 1926 bis 1928 unter Leitung von Martin Elsaesser, dem Architekten der Großmarkthalle, errichtet. Sie steht unter Denkmalschutz.

Daher, so der Magistrat, könne ein Austausch von Fenstern nur für Holzfenster in Aussicht gestellt werden, falls die neuen Fenster ähnlich den vorhandenen gestaltet seien. Um die Räume während des Unterrichts zu lüften, werde der Einbau einer zentralen oder dezentralen Lüftungsanlage geprüft. Dafür hatte sich auch der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) ausgesprochen. Der Einbau einer Belüftungsanlage dürfe aber zu keinem massiven Eingriff in die Bausubstanz führen, hob der Magistrat hervor. Gegenüber der hessischen Straßenbaubehörde Hessen Mobil hatte die Stadt im Planänderungsverfahren ihre Bedenken hinsichtlich des ursprünglich geplanten Lärmschutzes geltend gemacht.

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