Riederwaldtunnel

Mehr Schutz für die Pestalozzischule

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Die Stadt will den Verkehr an der Straße Am Erlenbruch besser lenken

Die Pestalozzischule, eine Grundschule für 260 Kinder im Riederwald, soll beim Bau des Riederwaldtunnels besser vor dem Lärm geschützt werden. Die Stadt fordert das Land dazu auf, die geplante Lärmschutzwand über die Haenischstraße hinaus zu verlängern, eine Pforte für Fußgänger einzurichten und die Zufahrt für Autos an eine andere Stelle zu verlegen. Der Ortsbeirat hatte dies angeregt.

Als „unzureichend“ bezeichnete der Magistrat den bislang geplanten Lärmschutz für Grundschule und Kindergarten an der Vatterstraße 1-9. Das sei der hessischen Straßenbehörde Hessen Mobil so mitgeteilt worden. „Wir haben um geeignete Vorschläge gebeten, mit denen die Lärmbelastung auf ein erträgliches Maß reduziert werden kann“, heißt es in einem aktuellen Magistratsbericht.

Die Pestalozzischule sei ein Kulturdenkmal, das unter Denkmalschutz stehe. Veränderungen am Gebäude müssten genehmigt werden. Aktuell sehe Hessen Mobil einen „passiven Schallschutz“, also Lärmschutzfenster, an der Süd- und Westfassade des Gebäudes vor. Eine denkmalrechtliche Genehmigung könne nur für Holzfenster in Aussicht gestellt werden, deren Gestaltung den ursprünglichen Fenstern entsprächen, teilte der Magistrat mit.

Da es sinnvoll sei, auch während des Unterrichts zu lüften, prüfe der Magistrat, ob für den Einbau einer Lüftungsanlage eine denkmalrechtliche Genehmigung erlangt werden könne. Dies sei dann möglich, wenn nicht in die Bausubstanz oder das Erscheinungsbild des Gebäudes eingegriffen werde.

Zuvor hatte sich der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) für mehr Lärmschutz und eine Lüftungsanlage an der Grundschule ausgesprochen. Der Riederwaldtunnel soll von 2020 bis 2028 gebaut werden und die Autobahnen A66 und A661 im Frankfurter Osten verbinden.

Aus Sicht des Magistrats wird der Riederwaldtunnel dafür sorgen, dass die Luftqualität in der Straße „Am Erlenbruch“ besser wird. Bislang ist die Durchfahrtsstraße die am stärksten belasteten Straße im Stadtgebiet. 2017 wurde an zwei Messstellen eine Stickstoffdioxidbelastung in Höhe von 52,4 beziehungsweise 54,6 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gemessen. An der Pestalozzischule, die rund 130 Meter von der Straße entfernt ist, betrug die Belastung noch 24,9 Mikrogramm. Die Werte für 2018 lagen nicht vor.

Laut Magistrat sorgen vor allem Staus und zäh fließender Verkehr für die überhöhten Schadstoffwerte. Um die Luft zu verbessern, müsse vor allem der motorisierte Individualverkehr verringert werden. Maßnahmen wie Pförtnerampeln würden derzeit erarbeitet.

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