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Kinderbibliothek „Leseratte“ gerettet

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Von: Friedrich Reinhardt

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Die Stadt Frankfurt wird mit jährlich 6000 Euro den Fortbestand der Kinderbibliothek Leseratte im Riederwald sichern. Das hat die Römerkoalition beschlossen. Das auf Spenden basierende Literaturangebot in der Schäfflestraße stand vor dem Aus, weil das Geld fehlte. Die Finanzierung steht zunächst für die kommenden vier Jahre.

Die Stadt wird die Kinderbibliothek „Leseratte“ für die kommenden vier Jahre mit jährlich 6000 Euro unterstützen und so den Bestand sicherstellen. Dem Etat-Antrag der Römerkoalition hatte der Bildungsausschuss zugestimmt und mit dem Beschluss des Haushaltes durch die Stadtverordnetenversammlung ist auch die Förderung für die Kinderbibliothek beschlossene Sache. Das erklärt Sylvia Kunze, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer.

Betrieben wird die Bibliothek für Kinder bis 14 Jahre in der Schäfflestraße 29 vom Kinder- und Familienzentrum Riederwald (Kifaz) der evangelischen Philippusgemeinde. Eine städtische Förderung gab es bisher nicht. Die Bibliothek finanzierte sich aus Spenden, Zuschüssen der evangelischen Gemeinde und durch ehrenamtliches Engagement. Vor fünf Jahren drohte der „Leseratte“ das Aus. 3600 Euro fehlten damals für die monatlich 300 Euro Aufwandsentschädigung für die Bibliothekarin Rosemarie Geis. Mit einer Crowd-Funding-Kampagne gelang die Rettung.

Dass die Koalition nun eine finanzielle Unterstützung auf den Weg gebracht hat, sei auf eine Initiative der SPD zurückgegangen, sagt Raven Kirchner, Vorsitzender der SPD Riederwald. Im November hatten Awo und SPD im Riederwald die „Leseratte“ mit dem mit 500 Euro dotierten Johanna-Tesch-Preis ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung habe das Kifaz erklärt, dass die Finanzierung nicht sichergestellt sei.

Derzeit ist die „Leseratte“ dienstags und donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr geöffnet. Die Koalition erhofft sich von der jährlichen Förderung, dass die Öffnungszeiten ausgeweitet werden.

Die Kinderbücherei entstand, nachdem 2011 die Stadtteilbibliothek in der Max-Hirsch-Straße geschlossen wurde. msr

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