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Werner Skrypalle vor der Pestalozzischule, die vom Bau des Riederwaldtunnels betroffen ist. michael schick
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Werner Skrypalle vor der Pestalozzischule, die vom Bau des Riederwaldtunnels betroffen ist.

Das Jahr im Ortsbeirat 11

„Die lange Bauzeit ist sehr unglücklich“

  • vonJanis Berling
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Ortsvorsteher Werner Skrypalle spricht im Bilanzinterview unter anderem über die Zeit ohne Cassella-Brücke und den Riederewaldtunnel.

Herr Skrypalle, nach einer längeren Planungsphase wird die Wilhelmshöher Straße in Seckbach im nächsten Jahr endlich saniert. Zuletzt wurden die finalen Planungen für den ersten Bauabschnitt vom Amt für Straßenbau und Erschließung im Ortsbeirat vorgestellt. Sind sie damit zufrieden?

Mit der Planung an sich sind wir zufrieden. Nur die lange Bauzeit und die damit verbundene Vollsperrung der Straße für 36 Monate ist ein dicker Brocken für die Seckbacher. Leider lassen sich die Bauarbeiten angeblich nicht beschleunigen, da verschiedene Ämter und Firmen involviert sind. So bleibt die Baustelle zwar eine Belastung, grundsätzlich sind wir jedoch froh über die Sanierung der Wilhelmshöher.

Neben der langen Bauzeit haben Sie im Vorfeld hauptsächlich die Bus- und Parksituation kritisiert, die durch eine Sperrung in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Haben Sie diesbezüglich Zugeständnisse von der Stadt erhalten?

Während der sechswöchigen Vollsperrung der Kreuzung Wilhelmshöher Straße/Altebornstraße soll ja, wie von uns gefordert, eine Ringbuslinie zwischen Seckbach und Enkheim fahren, um die Buslinie 43 in dieser Zeit teilweise zu ersetzen. Danach hoffe ich, dass der öffentliche Nahverkehr durch die Bauarbeiten weitestgehend unbeeinträchtigt bleibt. Bezüglich der Parksituation in Seckbach haben wir mehrere Vorschläge eingebracht, die sich jedoch leider allesamt zerschlagen haben. Das Problem besteht hauptsächlich auf der Atzelbergstraße, dafür haben wir noch keine wirkliche Lösung. Uns wurde jedoch in Aussicht gestellt, dass man in der gesperrten Wilhelmshöher Straße auf beiden Seiten parken könnte, wenn dies die Baustelle nicht behindert.

Das Fechenheimer Polizeirevier wurde Mitte des Jahres mit dem Revier in Bergen-Enkheim zusammengelegt. Die Aktion war vor Ort nicht unumstritten, viele Fechenheimer befürchteten einen Verlust an Polizeipräsenz. Wie beurteilen sie die Ergebnisse der Zusammenlegung jetzt?

Die Rückmeldungen aus dem Ort sind bislang einstimmig positiv. Bisher wurden die Versprechungen, die uns durch die Zusammenlegung zugesichert wurden, eingehalten. Vor allem der zusätzliche Streifenwagen wird begrüßt und trägt laut den Anwohnern zu einem höheren Sicherheitsgefühl bei. Daher bin ich sehr entspannt, solange das versprochene Konzept weiter beibehalten wird.

Ortsbeirat 11

Werner Skrypalle (SPD) wurde 2001 Mitglied im Ortsbeirat 11 und ist seit 2011 Ortsvorsteher. Der Ortsbezirk besteht aus den Stadtteilen Fechenheim, Riederwald und Seckbach, die zusammen auf etwa 33 700 Einwohner (Stand 31. Dezember 2019) kommen.

Im Ortsbeirat 11 gibt es derzeit sechs verschiedene Fraktionen. Dabei stellt die SPD sechs Ortsbeiratsmitglieder und die CDU fünf. Zwei Mandate haben jeweils die Linken, die Grünen, die FDP und die Bürger für Frankfurt (BFF) inne.

Die nächste Ortsbeiratssitzung ist voraussichtlich am 25. Januar um 19.30 Uhr im Saalbau der Stadthalle Bergen, Schelmenburgplatz 2. (jbe)

Ein ständiges Thema im Ortsbeirat bleibt der Riederwaldtunnel. Dieses Jahr stand insbesondere die Pestalozzischule im Riederwald im Zentrum. Der Ortsbeirat forderte, dass die denkmalgeschützte Schule, die durch die Arbeiten am Tunnel stark beeinträchtigt werden wird, einen Lärmschutz sowie Lüftungsanlagen erhalten soll. Haben Sie hier schon etwas erreichen können?

Wir sind auf einem guten Weg. Uns wurden Lüftungsanlagen und Lärmschutz für die Pestalozzischule von Seiten Hessen Mobils versprochen. Diese müssen jedoch mit dem Denkmalschutz vereinbar bleiben. Wann die Maßnahmen umgesetzt werden, steht noch nicht fest.

Kommendes Jahr soll zudem der scheinbar unumgängliche Abriss der Cassellabrücke beginnen. Ein Neubau soll allerdings frühestens 2024 erfolgen. Eine vom Ortsbeirat geforderte Übergangslösung für die wichtige Verbindungsbrücke ist nicht geplant. Wie reagieren Sie auf die lange Zeit ohne Brücke?

Wir sind mit der langen Zeit, in der die Brücke nicht zur Verfügung stehen wird, höchst unzufrieden. Ich kann nicht nachvollziehen, warum nicht direkt nach dem Abriss mit dem Neubau begonnen werden kann. Es sollte möglich sein, die Planungen für den Neubau parallel zu den Abrissplänen zu erstellen. Angeblich müssen für den Neubau noch rechtliche Fragen bezüglich einiger privater Grundstücke, die dadurch beeinträchtigt werden könnten, geklärt werden. Trotzdem ist die lange Bauzeit sehr unglücklich für den Stadtteil.

Auch im Osten der Stadt war die Corona-Pandemie zu spüren. Während Sie als Ortsbeirat drei Monate pausiert haben, hatten einige Vereine im Bezirk mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Pandemie in den Stadtteilen?

Für den Ortsbeirat war die Pause relativ entspannt, da keine dringlichen Anträge anstanden. Stattdessen haben wir uns dazu entschlossen, die in Not geratenen Vereine finanziell zu unterstützen. Die Stadtverordnetenversammlung hat gewisse Kriterien aufgestellt, welche Vereine Hilfe beantragen können. So sollen etwa nur Fixkosten ausgeglichen werden, die nicht aus Mitgliedschaftsbeiträgen oder Spenden gedeckt werden können.

Wie viele Vereine haben sich daraufhin gemeldet?

Am Ende haben vier Vereine Anträge gestellt, die diesen Kriterien entsprechen und denen wir jetzt aushelfen. Finanzielle Hilfe erhält der FKG „Narrhalla“ 1948 e.V. in Höhe von 3761 Euro, der Abenteuerspielplatz Riederwald e.V. mit 3073 Euro, der Aquarien- und Terrarien-Verein ARGUS Ffm./Fechenheim e.V. mit 1075 Euro und schließlich die Modellbahnfreunde Riederwald in Höhe von 391 Euro.

Interview: Janis Berling

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