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Abenteuerspielplatz Riederwald: Die Gruselparty ist zurück

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Auch tagsüber kann Halloween verdammt gruselig sein.
Auch tagsüber kann Halloween verdammt gruselig sein. © Monika Müller

Riederwald Kinder feiern wieder Halloween beim Abenteuerspielplatz Riederwald

Tilda weiß, wo Vampir:innen eigentlich hingehören: unter die Erde. „Das ist mein Grab“, ruft sie und deutet auf das mit Holzbrettern umrandete Rechteck. Darin liegt ein Skelett, das seinen Schädel aus der Erde reckt und dem verkleideten Vampir-Mädchen den Mittelfingerknochen entgegenstreckt.

Am Samstagnachmittag fluten Hexen mit Spitzhüten und Fledermausmänner mit wehenden Umhängen das Gelände des Abenteuerspielplatz Riederwald. Tilda und ihre Freundin Luise sind zum ersten Mal beim Riederwälder Halloween. Begleitetet werden die Siebenjährigen von ihren Müttern. Glöckchen bimmeln; irgendwo quietscht eine Fahrradhupe; es riecht nach Stockbrot. An der Feuerstelle steht John Leicher und begrüßt die Gäste der Gruselparty, die zum 14. Mal stattfindet.

Leicher ist Leiter des Abenteuerspielplatz Riederwald. Erstmals seit Beginn der Pandemie hat er dort wieder eine Halloweenfete für Vier- bis Zwölfjährige organisiert, gemeinsam mit knapp 30 Leuten vom Verein „Abenteuerspielplatz Riederwald“. Jahrelang fand die Veranstaltung abends statt, das Programm war „semi-professionell“, erzählt Leicher. Es gab eine Geisterbahn, die durch ein Zelt mit Nebelmaschine führte.

In diesem Jahr habe man abgespeckt; Leicher will eine „kindgerechtere“ Halloweenparty. „Eltern mit kleinen Kindern, genau das Klientel, das ich haben möchte.“ Er freut sich über den Andrang am Samstag. Die Geisterbahn steht jetzt im Freien; mit auf Holzbrettern befestigten Bobbycars sausen die Kinder eine Rollenrutsche hinunter.

Dario, fünf Jahre alt, und sein ein Jahr jüngerer Bruder Emilian erzählen, wie sie das Deck des Piratenschiffs mit dem großen Totenkopfsegel erklommen haben. Vom Schiffskapitän hätten sie goldene Schokotaler bekommen. Dann werden die Jungs von Schwester Lilli und Cousine Leyla ins Labyrinth gezerrt. Doch nur wenige Augenblicke später stürmen die als Vampir, Geist und Hexe verkleideten Kinder heraus, denn: „Der Wolf ist wieder da!“ Etwas weniger gruselig geht es beim Mini-Monster-Staffellauf zu. Zu dritt müssen die Kinder in roter und grüner Monsterkostümierung oder in Affen-Verkleidung einige Meter bewältigen, an deren Ende eine süß-saure Belohnung wartet.

Stärkung verspricht auch das „Horror-Stockbrot in Ekelfarben“, wie es im Programm heißt. Wolfgang Schwarz und Tochter Mai, verkleidet als Sensenfrau, haben vorsichtshalber eigene Würstchen mitgebracht. „Todeswürstchen“, wie Mai ihrem Papa überzeugen will. Etwas Angst macht der Siebenjährigen die schwarze Gestalt, deren Gesicht von einer dunklen Maske verdeckt ist und die unentwegt ihre Runden über das Gelände zieht: „Der hat keine Augen.“

Vertreiben lässt sich von der gesichtslosen Kreatur aber niemand. Um die 1000 Besucher:innen seien gekommen, schätzt John Leicher. Das Team an der Kasse bestätigt diese Mutmaßung. Merke: Halloween feiern, das geht auch bei Tageslicht.

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