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Dichter Autoverkehr auf der Straße am Erlenbruch im Riederwald.
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Dichter Autoverkehr auf der Straße am Erlenbruch im Riederwald.

Mobilität

Riederwald in Frankfurt: Beschwerden über schlechte Luft

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Straße am Erlenbruch in Frankfurt ist mit am meisten mit Schadstoffen belastet. Das nervt die Anwohnerinnen und Anwohnern. Für ein Fahrverbot reicht es aber noch nicht.

Anwohnerinnen und Anwohner im Riederwald beschweren sich über die schlechte Luft. „Die Luft am Erlenbruch ist trotz Corona kaum besser geworden. Die Hauptluftverschmutzer sind ja geblieben und das sind die Lastwagen und Alt-Dieselfahrzeuge“, sagte Catherine Beroud.

Die Abgase von der nahen Autobahn kämen hinzu. Der Lärm auch. Die Menschen, die im Stadtteil parkten, hätten häufig Autokennzeichen aus Hanau, berichtete sie.

Auch Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenwohnanlage Riederwald meldeten sich zu Wort. Eine Frau, die Probleme mit den Atemwegen hat, sagte, sie habe, wenn sie Verwandte in der Wetterau besuche, keine Probleme mit der Atmung. Wenn sie wieder im Riederwald ankomme, träten die Probleme wieder auf.

Brief vom Umweltministerium

Eine weitere Frau aus der Seniorenwohnanlage sagte, sie schlafe nach wie vor mit geschlossenen Fenstern. Der Lärm auf der Straße habe ihrer Ansicht nach während Corona nicht nachgelassen, und die Luft sei so schmutzig wie zuvor.

Die Schadstoffwerte an der Straße Am Erlenbruch im Riederwald sind seit Jahren hoch. Im Mittelwert war sie an den beiden Messstationen von April 2020 bis März 2021 mit 35,4 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/m3) beziehungsweise 38,7 Mikrogramm belastet.

Damit liegt die Belastung leicht unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm, der ein streckenbezogenes Fahrverbot nach sich ziehen würde.

Darauf weist das hessische Umweltministerium unter Leitung von Priska Hinz (Grüne) in einem Brief an die Bürgerinitiative Riederwald hin. „Die nächste Überprüfung wird auf der Basis der gemessenen Monatsmittelwerte von Juli 2020 bis einschließlich Juni 2021 erfolgen. Sollte dann die Schwelle von 41 µg/m³ überschritten werden, erfolgt automatisch die Anordnung eines Fahrverbots zum 1. Oktober 2021“, heißt es darin.

Schadstoffwerte nahe dem Grenzwert

Der Bürgerinitiative Riederwald ist das zu wenig. Trotz Corona seien die Schadstoffwerte nahe dem Grenzwert, sagte der Sprecher Rainer Frey. Aus seiner Sicht müsste eine „richtige Messstation“ wie an der Friedberger Landstraße im Erlenbruch errichtet werden, nicht lediglich Passivsammler, wie es sie derzeit gibt.

Auch sollten die Schadstoffe seiner Meinung nach prognostiziert werden, um ein Fahrverbot zu verhängen. Derzeit praktiziert das Land den „gleitenden Jahresmittelwert“. Ausgehend von den vergangenen zwölf Monaten kann einmal pro Quartal ein Fahrverbot verhängt werden, falls der Jahresmittelwert über dem Grenzwert liegt.

„Das aufgeschobene Dieselfahrverbot ist sicherlich eine große Erleichterung für viele Dieselfahrer, aber es gibt auch Verlierer, etwa die Anwohnerinnen und Anwohner an den Einfallsstraßen wie dem Erlenbruch im Riederwald“, sagte Frey.

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