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Kita Sonnenwind und Grundschule Riedberg feierten im Frühjahr 15-jähriges Bestehen.

Riedberg

Riedberg: Kita Sonnenwind bleibt erhalten

Die Einrichtung sollte fast geschlossen werden, nun bekommt sie neue Räume an der Kalbacher Höhe.

Nachdem die Kindertagesstätte Sonnenwind im Frühjahr noch geschlossen werden sollte, ist nun eine Lösung in Sicht. Stadtrat Jan Schneider (CDU), Dezernent für Bau und Immobilien, konnte in der Sitzung des Ortsbeirats 12 am Freitag verkünden, dass es der Stadt gelungen ist, ein Grundstück an der Ecke Kalbacher Höhe und Marie-Curie-Straße zu kaufen. Auf dieses soll die Kita nun umziehen. Ein Investor hatte das Gebiet einst von der Stadt erworben, war aber laut Schneider seiner Verpflichtung nicht nachgekommen, dass Gebiet zu bebauen. So konnte die Stadt das Gelände vertragsgemäß zurückzuholen.

Die geplante Schließung sorgte im März dieses Jahres für Proteste bei den Eltern der betroffenen Kinder, wie die Frankfurter Rundschau berichtete. Die Kita, die bisher im selben Gebäude wie die Grundschule Riedberg untergebracht war, sollte einer Erweiterung der Schule zum Opfer fallen, die Kinder auf umliegende Kitas aufgeteilt werden. Die Eltern riefen eine Petition ins Leben, in der sie die Erhaltung der Tagesstätte forderten und anregten, einen alternativen Standort zu suchen. Mit der Petition sammelten sie über 900 Unterschriften, bevor sie beim Ortsbeirat eingereicht wurde. In dem Schreiben wurde das nun erworbene Gebiet bereits als neuer Standort vorgeschlagen.

Die Eltern zeigten sich erleichtert, dass ihre Forderungen nun erhört worden. „Wir danken Herrn Schneider ganz herzlich für seine Unterstützung und den Einsatz, den er bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen Neubau der Kita Sonnenwind gezeigt hat“, erklärte Christina Herzbach, Elternbeirätin der Kita Sonnenwind. Ihnen falle ein großer Stein vom Herzen. Und Shulin Zhao, ebenfalls Elternbeiratsvorsitzende, ergänzt:„Ich freue mich, dass das eingespielte Team der Kita Sonnenwind, das seit nahezu 15 Jahren fast ohne Fluktuation zusammen arbeitet, weiter für die Kindergartenkinder auf dem Riedberg da sein kann.“

Auch Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) zeigt sich zufrieden. Das Problem mit den wenigen Kita-Plätzen sei bekannt, es hätte bisher nur am Grundstück gefehlt. Umso besser sei nun die angestrebte Lösung, so Friedrich.

Nachdem ein offizieller Auftrag der Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) erteilt wurde, könnte die neue Kita innerhalb von etwa 2,5 Jahren bezugsbereit sein. Ebenso ist in den neuen Gebäuden Platz für eine zusätzliche Gruppe, die Kita könnte also vierzügig ausgebaut werden. Damit soll auf den wachsenden Bedarf an Kitaplätzen im Viertel reagiert werden. Über die konkrete Umsetzung wird Weber in der nächsten Ortsbeiratssitzung am Dienstag, 29. November, berichten.

Von Janis Berling

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