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Von außen sieht der Neubau schon recht fertig aus, innen ist noch nicht viel passiert. Rolf Oeser
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Von außen sieht der Neubau schon recht fertig aus, innen ist noch nicht viel passiert. Rolf Oeser

Justiz

Richtfest mit Verspätung im Gefängnis Frankfurt-Preungesheim

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Frauen im Preungesheimer Gefängnis warten noch auf ihr neues Unterkunftsgebäude Auch Kosten von 12,7 Millionen Euro können nicht gehalten werden.

Die Reden zum Richtfest fallen kurz aus, denn es ist nicht besonders warm im neuen Gebäude C der Justizvollzugsanstalt III. Die Leiterin des Frauenvollzugs, Nora Stang-Albrecht, liefert den Grund für die zugige Atmosphäre in dem Rohbau: „Die Fenster sind rechtzeitig gekommen, für die Türen hat es nicht mehr gereicht.“

Auch der geplante Einzugstermin für die Häftlinge wird sich nicht halten lassen. Bei der Grundsteinlegung im Februar 2020 war der Bezugstermin für den Neubau mit Herbst 2021 angegeben worden, Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass die inhaftierten Frauen Ende kommenden Jahres in die größeren und moderneren Räume verlegt werden können. Der Neubau von Unterkunftsgebäude C fällt mitten in die Pandemie. Schon zur Grundsteinlegung im Februar 2020 hatte Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien, die besonderen Herausforderungen betont. Alle Arbeiter auf dem Bau müssten sicherheitsüberprüft werden. Doch da waren die Auswirkungen der Pandemie noch gar nicht spürbar. „Die Firmen können kaum Terminversprechen machen und verweisen auf die Lieferketten“, so Platte.

JVA III

Die Justizvollzugsanstalt III ist Hessens einziges Frauengefängnis. Mit Eröffnung von Gebäude C gibt es Platz für 427 weibliche Gefangene.

Plätze gibt es im geschlossenen und offenen Vollzug, in der Sicherungsverwahrung und für Mutter mit Kind.

Der Anteil der weiblichen Inhaftierten in Hessen lag Ende September bei 6,2 Prozent. ote

Ursprünglich wollte das Land Hessen 12,7 Millionen Euro in das neue Unterkunftsgebäude investieren. Es ist der letzte Abschnitt einer umfassenden Sanierung. Bis Mitte der 1990er Jahre waren die weiblichen hessischen Strafgefangenen in einem panoptischen Gebäude untergebracht, das seitdem flügelweise abgerissen wird. Mit Gebäude C ist dann auch der letzte Teil der Sanierung abgeschlossen. Allerdings wird die Investitionssumme von 12,7 Millionen nicht zu halten sein, wie Platte am Freitag im Beisein von Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) beichtete. „So vier, fünf Prozent mehr“ werde es wohl kosten. Dabei habe der Rohbau bislang nur gut vier Millionen Euro verschlungen, aber der nun beginnende Innenausbau werde teurer, zudem liefen noch einige Ausschreibungen für die Außenanlage und technische Details.

Das Land Hessen wird weiter in den Justizstandort Frankfurt-Preungesheim investieren. Denn außerhalb des Geländes der Justizvollzugsanstalt III soll ein neues Mutter-Kind-Heim entstehen. Ein solches gibt es in Frankfurt bereits seit 1970. Es war seinerzeit das erste in Deutschland, ist aber mittlerweile in die Jahre gekommen.

Doch zunächst mal muss der Neubau des Gebäudes C fertiggestellt werden. Wo am Freitag noch Reden gehalten wurden, sollen im kommenden Jahr 68 Haftplätze in 66 Hafträumen entstehen, 60 Einzel-, zwei Doppelhafträume, ein behindertengerechter Haftraum sowie drei Schlichtzellen. Zudem soll es im Erdgeschoss Therapieräume und einen besonders gesicherten Haftraum geben.

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