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Von der Rhönstraße in den Zoo

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Von: Boris Schlepper

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Seit 2012 geschlossen: die Pforte an der Rhönstraße.
Seit 2012 geschlossen: die Pforte an der Rhönstraße. © Michael Schick (Michael Schick)

Der Zoo Frankfurt prüft Varianten, wie der geschlossene Hintereingang wieder zu öffnen wäre. Noch dieses Jahr soll in dieser Richtung etwas geschehen.

Der hintere Eingang zum Zoo an der Rhönstraße soll in naher Zukunft erneut geöffnet werden. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sei „fest entschlossen“, dass Besucher den Tiergarten durch die östliche Pforte nicht nur verlassen, sondern auch wieder betreten können, sagt Dezernatssprecherin Antje Runge, und zwar „möglichst noch in diesem Jahr“.

Hartwig habe es sich zum Thema gemacht, die Türen der kulturellen Einrichtungen in Frankfurt für alle zu öffnen, „dazu gehört auch der Zoo“, sagt Runge. Der Magistrat habe sich mit dem Tiergarten in Verbindung gesetzt. Dieser werde nun Vorschläge erarbeiten, wie der Zugang wieder genutzt werden kann. Ob es eine technische Lösung geben werde oder zusätzliches Personal, sei derzeit noch offen.

Zoodirektor Manfred Niekisch ist erfreut über den „klaren Wunsch“ des Dezernats. Er habe nie etwas gegen die Öffnung des östlichen Eingangs gehabt. Dieser habe nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprochen. Die Stadt habe für den Umbau aber erst jetzt eine Finanzierung in Aussicht gestellt. Der Tiergarten analysiere derzeit alle Varianten, „dass der Zugang so schnell wie möglich wieder geöffnet werden kann“, sagt Niekisch. Unter Umständen werde es bis zu einer vollständigen Öffnung eine Übergangsphase geben, in der etwa nur Besitzer von Dauerkarten an der Rhönstraße Zugang erhalten.

Ältere  und Familien mit Kindern betroffen

Die Grünen im Ortsbeirat 4 indes fordern, dass die Stadt 50 000 Euro im Haushalt 2017 für einen elektronisch gesteuerten Zugang für Besitzer von Dauerkarten einstellt. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am kommenden Dienstag. Große Teile der Bewohner im Ostend hätten die Schließung des östlichen Eingangs 2012 nie akzeptiert, sagt Fraktionssprecher Martin Ried. „Der Zoo verschließt sich seitdem gegenüber seinem eigenen Stadtteil.“

Vor allem ältere Menschen und Familien mit Kindern seien betroffen. Diese könnten den Umweg zum Haupteingang „nicht leicht bewältigen“. In der Konsequenz gingen dem Tiergarten so Besucher verloren. Der Ortsbeirat hatte sich schon mehrfach für eine Wiedereröffnung eingesetzt. Vor drei Jahren hatte das Gremium zugesagt, 30 000 Euro aus seinem Budget bereitzustellen.

Ob die Stadt den Vorschlag der Grünen aufnimmt, ist offen, sagt Dezernatssprecherin Runge. Der Antrag der Grünen mache aber deutlich, dass der Wunsch in der Bevölkerung bestehe. Der Kommune sei bekannt, dass es östlich des Tiergartens viele Senioren-Einrichtungen und Kindertagesstätten gebe. Für diese könne der längere Weg durchaus ein Hindernis sein, so Runge, „vor allem für Menschen mit Rollatoren“.

Der Ortsbeirat 4 trifft sich am Dienstag, 7. März, im Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Straße 24, Clubraum 1. Thema wird dann auch die Sanierung des ehemaligen Saturn-Gebäudes an der Berger Straße sein. Vertreter des
Architekturbüros Bille-Beye-Scheid werden über den Umbau zu einem Mix
aus Wohnen und Gewerbe berichten.

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