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Auf die Frankfurter Brücken, die nicht wie die Fußgängerbrücken Eiserner Steg und Holbeinsteg gesperrt waren, kamen viele Leute. Denn ein bisschen Feuerwerk gab es dann doch zu sehen.
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Auf die Frankfurter Brücken, die nicht wie die Fußgängerbrücken Eiserner Steg und Holbeinsteg gesperrt waren, kamen viele Leute. Denn ein bisschen Feuerwerk gab es dann doch zu sehen.

Jahreswechsel

Rhein-Main: Relativ ruhige Silvesternacht

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Viele feierten bei milden Temperaturen draußen. Großbrände in Bad Homburg und Hanau.

Es war eine weitgehend entspannte Silvesternacht in Hessen: die zweite in der Corona-Pandemie. Diesmal ohne Lockdown wie im Vorjahr: Viele Menschen wie in Frankfurt feierten von Freitag auf Samstag bei milden Temperaturen draußen. Hunderte begrüßten so das neue Jahr auf der Alten Brücke, die für Autos gesperrt war. Kurz vor Mitternacht hatte die Polizei die Brücke auch für Fußgänger:innen gesperrt, damit es kein Gedränge gibt. Trotz Böllerverbots an publikumsträchtigen Plätzen gab es etwas Feuerwerk von den Brücken aus zu sehen.

Der Jahreswechsel verlief nach Polizeiangaben aber vergleichsweise ruhig. „Außer Kleinigkeiten war nichts Gravierendes“, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei am Samstag. Große Verstöße gegen die geltenden Corona-Maßnahmen habe es nicht gegeben.

Zwar hätten sich am Mainufer und der Innenstadt größere Menschenmengen gebildet, nach entsprechenden Hinweisen auf die Kontaktbeschränkungen hätten sich die Gruppen aber jeweils aufgelöst. Die Polizei sei vorwiegend zu Schlägereien gerufen worden. Die Beamten mussten so einen Streit zwischen Brüdern in Alt-Sachsenhaussen schlichten: Dabei biss einer der beiden einem Beamten in die Hand. Der Bissige wurde festgenommen – ebenso wie ein Mann, der einem anderen mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen haben soll.

Die Frankfurter Polizei meldete insgesamt 24 Festnahmen – darunter auch vorläufige – unter anderem wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung, Widerstandshandlung, Sachbeschädigung oder Verstoß gegen das Waffengesetz. Ebenfalls in Sachsenhausen nahmen Polizisten einen 25-Jährigen fest, der mehrere E-Scooter aufeinandergestapelt und angezündet hatte.

In Nidderau gab es einen Verletzten bei einer Messerstecherei. In Wiesbaden ist eine 27 Jahre alte Stadtpolizistin in der Fußgängerzone verletzt worden, als sie die Corona-Auflagen kontrollierte. Ein 31-Jähriger hatte trotz Verbots Böller geworfen und eine Schreckschusspistole abgefeuert. Bei seiner Festnahme habe er sich so sehr widersetzt, dass die 27-Jährige eine Kopfverletzung erlitten habe. In der Innenstadt schlugen kurz nach Mitternacht sieben Menschen auf einen 35-Jährigen ein, gegen 4.20 Uhr haben zwei unbekannte Männer auf einen 16-Jährigen eingestochen, so dass dieser schwer verletzt ins Krankenhaus musste.

In einer Gaststätte in Bruchköbel (Main-Kinzig) löste die Polizei eine verbotene Tanzveranstaltung mit DJ auf. Auch in Hofheim beendete die Polizei eine verbotenen Tanzveranstaltung mit 90 Menschen.

Die Frankfurter Feuerwehr rückte in der Nacht zu 240 Einsätzen aus. Meist seien dies kleinere Brände gewesen. Im Gallus gab es drei Verletzte, die bei einem Wohnungsbrand Rauchgas eingeatmet hätten und ins Krankenhaus gebracht worden seien. Die vermeintlich intensivste Nacht für die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr sei im Vergleich zu 2019/2020, wo sie zu 410 Einsätzen ausrücken musste, abgeschwächt.

Darüber hinaus unterstützten mehrere Frankfurter Einheiten noch vor dem Jahreswechsel bei einem Großbrand im benachbarten Hochtaunuskreis.

In Bad Homburg ging am Freitagnachmittag eine Autowerkstatt mit Reifenlager in Flammen auf, erst gegen Mitternacht konnte das Feuer gelöscht werden. In dem Gebäude waren nach Angaben der Feuerwehr Wohnungen, darunter eine Unterkunft für Geflüchtete. Drei Feuerwehrleute wurden beim Löscheinsatz verletzt. Das Gebäude war nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner nächtigen vorerst bei Bekannten oder Verwandten beziehungsweise in einer anderen Unterkunft für Geflüchtete. Über die Brandursache war zunächst noch nichts bekannt.

Gegen einen größeren Brand kämpfte die Feuerwehr am Samstag noch in Hanau. In einer Lagerhalle brach gegen 0.50 Uhr ein Feuer aus. Als mögliche Brandursache werde der Einschlag einer Silvesterrakete geprüft, sagte ein Polizeisprecher. Der Sachschaden wurde auf mehr als eine Million Euro geschätzt. mit dpa

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