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Patrick Breither, Pannenhelfer beim ADAC, liebt seinen Beruf. Monika Müller
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Patrick Breither, Pannenhelfer beim ADAC, liebt seinen Beruf. Monika Müller

PORTRÄT DER WOCHE

Retter, wenn das Auto streikt

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Patrick Breither ist ADAC-Pannenhelfer und hat an kalten Tagen besonders viel zu tun.

Dass sich sein Beruf mal um Autos drehen würde, wusste Patrick Breither bereits als Jugendlicher. „Spätestens als der erste Motorroller kam, war das klar“, sagt der gebürtige Frankfurter. Das Schrauben an seinem Roller habe ihm viel Spaß gemacht und er habe seine Begabung dafür erkannt. Es folgte eine Lehre zum Kraftfahrzeugmechatroniker in einem Autohaus und eine Weiterbildung zum Servicetechniker. 2012 bekam der 33-Jährige dann die Chance, zum Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) zu wechseln. Eine Entscheidung, die er keinesfalls bereut.

Denn die erste Berührung mit dem ADAC hatte Breither bereits als Kind. Er war mit seinen Eltern auf den Weg in den Urlaub, als bei ihrem Auto der Keilriemen wegflog. Ein Techniker des ADAC kam zu Hilfe und fragte seine Mutter nach einer Strumpfhose, mit der er den Keilriemen ersetzte. Das Auto fuhr wieder und Breither war beeindruckt. „Das war mein Schlüsselerlebnis mit dem ADAC“, erzählt er und lacht.

Beim Automobil-Club hilft Breither nun ebenfalls bei Pannen. Mittlerweile heißt das „digitaler Mobilitätshelfer“. Zudem ist der 33-Jährige Pannenhilfetrainer und betreut das E-Learning für die Kolleg:innen mit.

Besonders gefragt waren die „gelben Engel“ in den zurückliegenden zwei Wochen. „80 Prozent unserer Einsätze hatten wir wegen Autobatterien.“ Durch die Pandemie würden viele Menschen von zu Hause aus arbeiten und das Auto häufiger stehen lassen. Als es kälter wurde, hätten dann doch viele wieder das Auto benutzt, um sich fortzubewegen. „Und im schlimmsten Fall hört man dann das typische Tackern“, sagt der Nieder-Eschbacher.

Wenn der Wagen dann nicht anspringt, geben die Pannenhelfer des ADAC den Mitgliedern Starthilfe. In der Regel ist dann auch eine neue Batterie erforderlich, die der Automobil-Club anbietet, oder die Mitglieder fahren zur Werkstatt ihres Vertrauens.

Ansonsten wird Breither momentan auch gerufen, wenn sich Feuchtigkeit in der Zündanlage angesammelt hat, bei elektronischen Problemen und Reifenpannen. Dass die Batterie streike, sei übrigens kein Phänomen des Winters. Auch im Sommer kann die Batterie die Ursache sein, wenn das Auto nicht anspringt. „Sie verkocht dann regelrecht.“

Reifenschäden und Überhitzungen sind die anderen typischen Erscheinungen im Sommer. „Die beste Zeit für das Auto ist der Frühling und der Herbst“, sagt der 33-Jährige und lacht wieder.

Während seiner Schicht ist Patrick Breither meistens im Frankfurter Stadtgebiet unterwegs. „Da kennt man jetzt fast jede Ecke“, sagt er. Im Falle eines Nachtdienstes geht es auch schon mal häufiger über die Stadtgrenzen hinaus,

Corona hat auch seine Arbeit verändert. FFP2-Maske, Handschuhe und alles desinfizieren, womit die Mitglieder in Kontakt gekommen sind. Arbeitet Breither an der Batterie, muss er eine Schutzbrille tragen, die bei der Kälte durch die Mund-Nasen-Bedeckung schnell beschlägt. „Corona erschwert die Arbeit.“ Auch weil er auf Distanz zum Mitglied bleiben muss, das er sonst bei Reparaturen eigentlich gern nah am Geschehen teilhaben lassen will.

Die Freude an der Arbeit hat der Frankfurter trotzdem nicht verloren. Er könne anderen helfen, ein Hauptgrund, warum er seinen Beruf ausübe. „Der größte Lohn sind die glücklichen Gesichter, die man am Ende sieht. Ganz häufig hören wir vor Ort: ,Gut, dass es Sie gibt.’“

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