Tourismus

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Zwei unterschiedliche Studien zum Tourismus.

Während der „City Report Hotelmarkt Frankfurt“ den boomenden Tourismus über den grünen Klee lobt, werden in der aktuellen „Saisonumfrage“ der Industrie- und Handelskammer kritischere Töne angeschlagen.

„Knapp ein Drittel der Betriebe des Beherbergungsgewerbes in Frankfurt, im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis blickt recht düster in die nächste Zeit“, heißt es dort. Frankfurt und die Region müssten als „Freizeitdestination weiter nach vorne“ gebracht werden, es gelte die Bettenauslastung auch am Wochenende zu erhöhen, so Thomas Reichert, vom IHK-Ausschuss für Tourismus.

Als besonders belastend werde in den Betrieben der Tourismuswirtschaft der Fachkräftemangel betrachtet. Erst kürzlich hätten die Dehoga Hessen und die IHK ein neues Ausbildungsangebot auf den Weg gebracht: Zukünftig können Abiturienten und Realschüler eine Doppelqualifikation erwerben.

Ihnen werden außer einer klassischen Ausbildung zum Hotel- oder Restaurantfachmann oder zum Koch Kenntnisse im Hotel-, Küchenmanagement oder in der Trendgastronomie vermittelt.

Alexander Trobitz vom Unternehmen BNP Paribas Real Estate, das den „City Report Hotelmarkt Frankfurt“ vorgelegt hat, blickt dagegen uneingeschränkt optimistisch in die Zukunft des Frankfurt-Tourismus. Die Aussichten für die weitere Entwicklung seien „glänzend“.

Nicht einmal die Tourismusabgabe für private Städtereisende werde die wachsende Beliebtheit Frankfurts schmälern – dafür würden schon die neue Altstadt und die sukzessive Erweiterung der ohnehin schon beeindruckenden Skyline sorgen.

Nach Einschätzung von Trobitz könne der Tourismus in Frankfurt seit Jahren ein „beeindruckendes Wachstum“ vorweisen. 2018 wurden etwa 5,9 Hotelgäste und knapp 9,7 Millionen Übernachtungen gezählt. Mit 13,6 Übernachtungen pro Einwohner stelle Frankfurt selbst München (11,8) und Berlin (9,1) in den Schatten. Seit 2010 sei die Übernachtungskapazität um über 15 000 Hotelbetten gewachsen. Als durchschnittlicher Preis für ein Hotelzimmer werden 120 bis 123 Euro angegeben.

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