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Alltägliches Bild an der Paulskirche: Busse stehen in zweiter Reihe, der Verkehr staut sich.
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Alltägliches Bild an der Paulskirche: Busse stehen in zweiter Reihe, der Verkehr staut sich.

Tourismus am Paulsplatz

Reisebusse sorgen für Chaos

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Am Paulsplatz stehen die Fahrzeuge kreuz und quer und legen den Verkehr lahm, weil immer mehr Touristen das Areal rund um die Paulskirche sehen wollen. Die Stadt will das Verkehrschaos nicht länger hinnehmen.

Rund um das Gelände, auf dem einst der Bundesrechnungshof stand, herrscht das Chaos. Im Kornmarkt und auf der Bethmannstraße stauen sich die Autos weit zurück. Es wird gehupt und geflucht. Dabei sind doch Ferien, und auf den Straßen sollte eigentlich weniger los sein.

Der Grund für die Staus findet sich auf der Berliner Straße. Ein Dutzend Reisebusse steht in Höhe der Paulskirche. Manche halten in zweiter Reihe und blockieren eine Spur. Andere rangieren und legen gleich den ganzen Verkehr auf der „Berliner“ lahm. Und einer hat fast in der Kreuzung mit dem Kornmarkt geparkt, was den Autos das Abbiegen erschwert.

Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) findet diese Situation „nicht hinnehmbar“. Schon in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments vor zwei Wochen kündigte er Veränderungen an. Die Busse sollen auf der Berliner Straße nur noch kurz halten dürfen, um Touristen aussteigen zu lassen. Danach müssen sie nach Sachsenhausen fahren und in Parkbuchten östlich des Eisernen Stegs warten. Um ihre Gäste wieder einsteigen zu lassen, dürfen die Busfahrer die Berliner Straße erneut ansteuern. Umgesetzt wurde das allerdings noch nicht – glauben zumindest die wütenden Autofahrer, die im Stau stehen.

Tatsächlich kümmere sich das Verkehrsdezernat bereits um die Situation an der Berliner Straße, sagt Majers Referent Heiko Kleinsteuber. Die Stadtpolizei sei jeden Tag vor Ort und schicke Busse weg, die in zweiter Reihe halten. Allerdings: Bis die Regelung greift, wonach die Busfahrer auch in den Haltebuchten nicht mehr länger als zehn Minuten stehen dürfen, werde es noch „sechs bis acht Wochen“ dauern, sagt Kleinsteuber. Zunächst einmal müssten Schilder aufgestellt werden, die auf die Parkplätze am Sachsenhäuser Ufer hinweisen. Dann gelte es, die Busunternehmen zu informieren und die Fahrer mit Stadtplänen zu versorgen, auf denen die Parkplätze südlich des Mains eingezeichnet sind.

Bei der Umsetzung arbeitet das Verkehrsdezernat eng mit Thomas Feda zusammen. Der Chef der Tourismus- und Congress GmbH sagt zwar: „Viele Gäste sind super.“ Aber auch er unterstützt Majers Pläne. Dieser Tage hat Feda in der Mittagszeit rund um die Paulskirche 20 Reisebusse gezählt, „davon standen vier in zweiter Reihe“. Die Busfahrer nähmen die Parkplätze am Eisernen Steg bislang nicht an, „jetzt werden wir sie darauf hinweisen“.

Anders als die FDP im Römer glaubt Kleinsteuber, dass die Parkplätze in Sachsenhausen ausreichten. Direkt am Eisernen Steg stünden zehn Buchten zur Verfügung, bei Bedarf könnten am Museumsufer noch weitere angelegt werden. Eine Option wäre auch, den Mainkai an der Untermainbrücke für Busparkplätze zu nutzen. Dazu aber müssten erst die Arbeiten auf dem früheren Degussa-Gelände beendet sein.

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