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Der Stand der Amadeu-Antonio-Stiftung Stiftung ist in die Nähe des rechten Antaios-Verlags plaziert worden.

Buchmesse

Rechte Publizisten bekommen Contra auf Buchmesse

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Der rechte Antaios-Verlag kommt auf die Buchmesse. In unmittelbarer Nähe wird sich die Amadeu-Antonio-Stiftung präsentieren, die Projekte gegen Rechtsradikalismus unterstützt.

Nachdem bekannt geworden war, dass der neurechte Antaios-Verlag in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse präsent sein wird, hatten die Veranstalter einen „aktiven Umgang“ mit dessen Inhalten angekündigt. Jetzt wird deutlich, was damit gemeint war. Wie die Buchmesse-GmbH auf FR-Anfrage bestätigte, wird sich die Amadeu-Antonio-Stiftung an einem Stand in unmittelbarer Nähe zum Antaios-Verlag präsentieren. Die Stiftung unterstützt Projekte gegen Rechtsradikalismus.

Die Stiftung sei von der Buchmessen-GmbH eingeladen worden, nachdem man bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit ihr gemacht habe, sagte Buchmessen-Sprecherin Katja Böhne. Amadeu-Antonio verfüge über die „richtigen pädagogischen Konzepte“, um rechtspopulistischen Inhalten zu begegnen. „Unser Konzept ist, erst mal für alle ansprechbar zu sein, die der Auftritt von Antaios irritiert“, sagt Robert Lüdecke, Sprecher der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Mit der Einladung geht die Buchmesse auf Konfrontationskurs zum Antaios-Verlag, der an seinem Stand nicht nur hauseigene Autoren, sondern auch Aktivisten der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ auftreten lassen will. Unter anderem soll es einen Empfang für die Teilnehmer der Aktion „Defend Europe“ geben, die wochenlang mit einem Schiff im Mittelmeer unterwegs waren, um Beweise für eine angebliche Zusammenarbeit von Seenotrettern mit Schleppern zu sammeln.

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