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Die rechte Gruppierung "Frauenbündnis Kandel" aus Rheinland-Pfalz will im Januar in Frankfurt demonstrieren.

Rechte in Frankfurt

Rechte Demo in Frankfurt geplant

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Die rechte Gruppierung "Frauenbündnis Kandel" aus Rheinland-Pfalz will am 19. Januar in Frankfurt demonstrieren. Doch an diesem Tag will auch der "Woman?s March Global" auf die Straße gehen.

Die rechte Gruppierung „Frauenbündnis Kandel“ aus Rheinland-Pfalz will im Januar eine Demonstration in Frankfurt veranstalten. Wie ein Sprecher des Frankfurter Ordnungsamts der Frankfurter Rundschau auf Anfrage bestätigte, hat eine Privatperson im Namen der Gruppe für Samstag, 19. Januar, einen Aufzug angemeldet, der sich unter anderem gegen „menschenverachtenden EU-Lobbyismus“ richte. Der Veranstalter erwarte 250 Teilnehmer und wolle am Hauptbahnhof losziehen.

Ort und Zeit seien noch in der Schwebe, weil an dem Tag bereits ein Protestzug in der Innenstadt angemeldet sei, sagte der Sprecher. Am 19. Januar will der „Woman’s March Global“ in Frankfurt auf die Straße gehen, um den für diesen Tag in der US-Hauptstadt Washington geplanten „Woman’s March“ zu unterstützen.

Das „Frauenbündnis Kandel“ war nach dem Mord an der 15-jährigen Mia V. im Dezember vergangenen Jahres im rheinland-pfälzischen Kandel entstanden. Der Ex-Freund des Mädchens, Abdul D., war im September wegen Mordes zu acht Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Der junge Mann war 2016 als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland eingereist und hatte angegeben, die afghanische Staatsbürgerschaft zu besitzen.

Das „Frauenbündnis“ hat seitdem immer wieder in Kandel demonstriert, an den Aufzügen hatten sich auch Anhänger der rechtsradikalen Szene beteiligt. Auf ihrer Homepage richtet es sich unter anderem gegen eine „rücksichtslose Asyllobby“, fordert ein „Verbot von Gender und Frühsexualisierung an Kindergärten und Schulen“ und die Abschaffung „regierungstreuer Propagandamedien“.

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