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Das Rebstockbad wird abgerissen.

Sanierung Rebstockbad Frankfrt

Rebstockbad schließt im Frühjahr 2020

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Der Zeitplan für Abriss und Neubau von Frankfurts größtem Schwimmbad steht fest. Das Rebstockbad steht ab Frühjahr 2020 nicht mehr zur Verfügung.

Das sanierungsbedürftige Rebstockbad soll im Frühjahr 2020 schließen. Dies hat der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe Frankfurt (BBF) beschlossen, wie die Frankfurter Rundschau erfuhr. Für die Abrissarbeiten werden sechs Monate eingeplant, Baubeginn soll dann im Herbst 2020 sein. Mit der Fertigstellung wird Ende 2024, Anfang 2025 gerechnet.

Frankfurts größtes Bad ist in die Jahre gekommen. Seit dem Jahr 2000 haben die BBF nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Euro in die Instandhaltung investiert. Trotz der hohen Summe hat das Bad, auch wegen stärker werdenden Konkurrenz im Umland an Attraktivität verloren. Kamen nach der Eröffnung in den 80er Jahren anfangs 900.000 Badegäste im Jahr, waren es zuletzt durchschnittlich 600.000 und 2017 noch 593.864.

Neubau wird rund 86 Millionen Euro kosten 

Der Neubau galt daher schon länger als unvermeidlich. Das nun beschlossene Konzept sieht ein Schwimmerbecken von 25 mal 21 Meter vor, ein Nichtschwimmerbecken mit den Maßen 16,66 mal 10 Meter und ein Sprungbecken gleicher Größe und mit Sprungbrettern von einem, drei und fünf Metern. Neben diesem Sporthallenbad soll es getrennt davon ein Erlebnisbad mit sechs verschiedenen Becken, zwei Riesenrutschen und weiteren Annehmlichkeiten geben. Dazu kommt draußen ein Becken von etwa 150 Quadratmetern, ein Spielplatz und ein Sportbereich. Die Saunalandschaft sieht acht Saunen vor (fünf innen, drei außen) dazu mehrere Becken im Innen- und Außenbereich und einen Saunagarten. Die Kosten für den Neubau werden mit 86 Millionen Euro taxiert. Für den dann folgenden Betrieb rechnen die BBF mit jährlich etwa 650.000 Badegästen.

Bis zur Schließung 2020 muss aber erstmal der laufende Betrieb gewährleistet werden. „Wir werden sicherlich nochmal Geld in die statische Ertüchtigung stecken müssen“, so BBF-Chef Frank Müller. Bei technischen Problemen wird die Instandsetzung immer problematischer, wie jetzt auch die Saunagäste erfahren müssen. Nach einem Kurzschluss in einem Elektroverteilkasten musste der Saunabereich fast einen Monat außer Betrieb bleiben. „Passende Ersatzteile sind kaum noch aufzutreiben“, so Müller.

Immerhin soll am heutigen Samstag ein Teil der Saunalandschaft wieder in Betrieb gehen. Da das Angebot aber eingeschränkt sei, müssten vorerst nur die Preise für den Zwei-Stunden-Grundzeittakt entrichten werden, teilte die BBF am Freitag mit.

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