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Reaktionen auf Peter Feldmann: „Tritt einfach zurück“

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Von: Timur Tinç

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In den sozialen Netzwerken regen sich die Menschen über Äußerungen des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann auf. Die Zahl der Unterstützenden ist verschwindend gering.

Frankfurt - Wahlweise ist von „armselig“, „grotesk“, „fehlendem Anstand“ oder „Hohn“ die Rede. Nachdem Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verkündet hat, für das Abwahlverfahren am 6. November gegen ihn keinen Plakat-Wahlkampf zu machen und seine Unterstützer:innen aufgerufen hat, stattdessen für die Tafeln zu spenden, muss er sich harsche Kritik auf seinen Twitter- und Facebook-Accounts gefallen lassen.

„Tritt doch einfach zurück und die Stadt könnte von dem ganzen Geld was sie für den Entscheid ausgeben muss, Tafeln und andere großzügig unterstützen“, schreibt Sebastian Schecker auf Facebook. Hanno Bender hat einen Vorschlag: „Sie treten sofort zurück, erlösen uns von ihren Peinlichkeiten und die 1,6 Millionen Euro für den Bürgerentscheid gehen an die Tafel. Deal?“

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Der Samariter-Mantel ist Ihnen vier Nummern zu groß“

Heike Oestrich schlägt vor: „Verzichten Sie doch für ihre absehbar letzten Wochen auf ihr Gehalt und spenden es selbst den Tafeln.“ Katja Dreßler findet: „Der Samariter-Mantel ist Ihnen leider vier Nummern zu groß und völlig deplaziert. Alleine die Tatsache, dass sämtliche Parteien eine gemeinsame Plakat-Kampagne initiieren und Ihren Rücktritt fordern, sollte Ihnen zu denken geben.“ Und Peter Huber schreibt: „Wie tief muss man gesunken sein, um die Not der Tafeln dafür zu nutzen von sich selbst abzulenken?“

Rolf Krämer hat auf Twitter einen anderen Verdacht: „The Truth. Er hat gar keine Unterstützer:innen, die für ihn plakatieren. Peinlicher Versuch, das zu kaschieren.“ Christoph Dorner schreibt: „Wie viele Tage fehlen Ihnen noch, um mit ihrer erbärmlichen Verzögerungstaktik eine nächste Pensionsberechtigungsstufe zu erreichen? Dreist ist in jedem Fall, Ihrem eigennützigen Verhalten noch einen sozialen Anstrich zu geben.“

Der User @DrGonzo05291727 findet: „Sie sind der Turbo für Politikverdrossenheit.“ @Basalti hat auf Paypal einen Spendenpool für die Tafel eingerichtet: „Von dummem Geblubber und Populismus werden die Menschen auch nicht satt. Da Ihnen die Tafel ja so wichtig ist, gehe ich davon aus, dass Sie einen stattlichen Betrag spenden werden.“ @RodMcKay schreibt: „Brudi, hättest du in Würde abgedankt, könnten wir uns diesen ganzen Mist ersparen.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann wird von allen Seiten scharf attackiert.
Oberbürgermeister Peter Feldmann wird von allen Seiten scharf attackiert. © christoph boeckheler*

Frankfurt: Unterstützer Feldmanns verweisen auf das Abwahlverfahren am 6. November

Unterstützung für Feldmann gibt es nur wenig. Annette Ludwig kritisiert: „Alle Parteien, die sich hier an diesem öffentlichen Mobbing beteiligen, sind für immer unwählbar. Alle Funktionäre sollten umgehend zurücktreten, daher sie nicht in der Lage sind, ihre Positionen inhaltlich zu vertreten, sondern Menschen an einen öffentlichen Pranger stellen.“

Feldmann-Freund Bernd Reisig antwortet auf Facebook: „Wie kann eigentlich immer und immer wieder glauben, dass man für das Volk in der Gesamtheit spricht. Akzeptieren Sie einfach, dass es am 6. November eine Entscheidung durch die Bürger gibt. Da werden wir dann sehen, ob es den Wunsch nach einem Amtsende außerhalb der eigenen Bubble gibt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.“ Das sind viele in Frankfurt. (Timur Tinç)

Transparenzhinweis: In einer früheren Version dieses Textes hatten wir geschrieben, Annette Ludwig sei Mitglied der SPD. Das ist sie nicht mehr.

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