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Soziale Medien

Ramadan auf Instagram

Der Frankfurter Verein Juma lässt junge Muslime zu Wort kommen. Von Alina Hanss.

Der Ramadan in diesem Jahr ist bereits der zweite unter Pandemiebedingungen. Das normalerweise mit Familie und Freund:innen begangene Iftar, das tägliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang, kann nur im kleinen Kreis gefeiert werden. Der muslimische Fastenmonat endete am Donnerstag mit dem drei Tage dauernden Eid Al-Fitr, im deutschsprachigen Raum auch als Zuckerfest bekannt. Dass es in diesem Jahr andere Konzepte und Ideen brauchte, um den Ramadan angemessen zu begehen, hat auch der Verein Juma Frankfurt gemerkt.

Juma – das steht für jung, muslimisch und aktiv. Der erst im vorigen Jahr gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen muslimischen Stimmen in Frankfurt eine Plattform zu geben. Es geht um Empowerment und darum, Räume für Austausch und Netzwerken zu schaffen. Bundesweit existieren weitere Ortsgruppen.

Während des Ramadans hatte Juma mehrere Onlineformate organisiert. „Jeden Mittwoch gab es unseren Cay-Talk“, sagt Haroon Masood. Der Student engagiert sich seit der Gründung im Verein. „In diesem Raum kamen wir online zusammen, um uns auszutauschen oder auch einfach nur gemeinsam schwarzen Tee zu trinken. Manchmal haben wir auch gekocht und dann zu Iftar zusammen gegessen.“ Ohne das Gemeinschaftsgefühl könne er sich Ramadan einfach nicht vorstellen.

Der Verein nutzt die sozialen Medien, um die Zielgruppe von Jugendlichen aus der Community im Alter von 15 bis 30 Jahren zu erreichen. Neben kurzen Rezeptvideos für gutes Essen zu Iftar postete Juma auch immer wieder konkrete Tipps, wie der Ramadan trotz der Pandemie zu einer erholsamen und entschleunigenden Zeit werden könne. Mit der Frage nach einem nachhaltigeren und minimalistischeren Ramadan hat sich der Verein ebenfalls beschäftigt.

Auch danach geht die Arbeit weiter. Die jungen Aktivist:innen wollen die Plattform ausbauen und neue Mitglieder gewinnen. „Für uns ist es unwichtig, wie religiös die Jugendlichen in unserem Verein sind“, sagt Masood. „Uns eint vielmehr unsere muslimische Identität. Wie bin ich aufgewachsen? In welche Schubladen wurde ich schon gesteckt? Was habe ich erlebt? Juma soll einen Raum bieten, um auf diese Fragen eine Antwort zu finden.“

Juma setzt auf Erklärungen, die auch für Nichtmuslim:innen verständlich sein sollen. Behandelt werden in Veranstaltungen immer wieder Themen, die die jungen Aktivist:innen beschäftigen. Dazu gehören Rassismus, muslimischer Feminismus und der Abbau von Vorurteilen.

„Wir wünschen uns, dass Probleme anerkannt werden, die in der Mehrheitsgesellschaft nur wenig Gehör finden“, sagt Haroon Masood. „Dazu muss die Gesellschaft, in der wir leben, insgesamt inklusiver werden.“

Mit der Arbeit von Juma möchten er und seine Mitstreiter:innen dafür ein Bewusstsein schaffen. (Alina Hanss)

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