Günthersburgpark

Rätsel über Nazi-Parolen im Park

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Nach dem Polizeieinsatz im Nordend ist unklar, ob die Verdächtigen der rechtsextremen Szene angehören.

In die Ermittlungen gegen fünf Verdächtige, die am Dienstagabend im Günthersburgpark Nazi-Parolen gerufen haben sollen, hat sich der Staatsschutz eingeschaltet. Die vier Männer und eine Frau müssten mit Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen rechnen, sagte Polizeisprecher Manfred Füllhardt am Donnerstag. Der Tatbestand erfasst auch das Rufen von Parolen.

Die mutmaßlichen Täter, die offenbar zu einer größeren Gruppe gehörten, sollen am späten Dienstagabend „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“ durch den Park gerufen haben. Mehrere Zeugen alarmierten die Polizei, die die Gruppe festsetzte und Anzeigen gegen die Verdächtigen schrieb. Laut Füllhardt kommen sie allesamt aus Frankfurt.

Weitere Angaben zu den Verdächtigen machte die Polizei am Donnerstag nicht. So blieb offen, ob die mutmaßlichen Täter einer rechten Organisation angehören oder in der Vergangenheit wegen ähnlicher Delikte auffielen. Laut Polizeibericht waren sie alkoholisiert. In der linken Szene gehen viele Experten für rechte Umtriebe davon aus, dass die Verdächtigen tatsächlich dem rechtsextremen Milieu angehören. Diese Vermutung stützt sich unter anderem auf ein Foto, das offenbar am späten Dienstagabend im Günthersburgpark entstand. Es zeigt einen Mann mit extrem kurzen Haaren, der Cargo-Hosen und einen Pullover mit aufgesticktem Reichsadler trägt. Entsprechendes Outfit ist bei Rechtsradikalen beliebt.

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