Polizei

Rätsel um Bankraub in Frankfurt

  • schließen

Überfälle auf SB-Anlagen häufen sich.

Knapp eine Woche nach dem Überfall auf eine Frankfurter Sparkasse ist der vierte Täter immer noch nicht gefasst. Darüber hinaus bleiben noch weitere Fragen offen. Für Gesprächsstoff sorgt dabei vor allem die nach Angaben einer Polizeisprecherin „dreiste“ Tatbegehung. Vier Männer hatten am vergangenen Freitag mehrere Schließfächer der Bank in der Düsseldorfer Straße aufgebrochen. Die Schließfächer der Filiale befinden sich im Keller. Das Betreten des Raums ist nach Angaben der Frankfurter Sparkasse nur mit EC-Karte und einem Code möglich, den die Täter offenbar hatten. Bei der Öffnung der Fächer war allerdings ein Alarm losgegangen. Damit hatten die Täter offenkundig nicht gerechnet, denn nach Auskunft der Frankfurter Staatsanwaltschaft waren die Männer aus Berlin mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs, mit dem sie dann auf ziemlich rabiate Weise versuchten zu fliehen.

Die Polizei konnte drei der vier Männer festnehmen. Sie machten bislang keine Angaben zur Tat oder zu ihrem Komplizen. „Wir sind im ständigen Austausch mit den Berliner Kollegen“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Ansonsten hält sich die Polizei mit Aussagen noch stärker zurück als sonst üblich. So wollten weder Polizei noch Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilen, ob die drei Männer bereits vorbestraft sind.

Stattdessen schießen Spekulationen ins Kraut, warum die Männer aus Berlin sich ausgerechnet diese Bank im von der Polizei stark frequentierten Bahnhofsviertel aussuchten. Im norddeutschen Buchholz hatten Täter Anfang Juli mehr Glück. Sie räumten etliche Schließfächer aus und blieben dabei unbehelligt, weil sie sich auf eine sogenannte SB-Anlage konzentriert hatten, die für Inhaber eines Schließfachs auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bank zugänglich ist. Überfälle auf solche SB-Schließfachanlagen habe es zuletzt häufiger gegeben, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Sparkasse. In Frankfurt verfüge die Bank aber über keine solche Anlage. Weswegen die Täter am helllichten Tag kamen und gefasst wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare