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Radschnellweg in Frankfurt: Mit dem Rad in den Vordertaunus

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Von: Florian Leclerc

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Am Holbeinsteg in Frankfurt soll der Radschnellweg FRM5 beginnen. Foto: Michael Schick
Am Holbeinsteg in Frankfurt soll der Radschnellweg FRM5 beginnen. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Der Magistrat stimmt einer Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg FRM5 zu - er soll Richtung Eschborn und Steinbach führen.

Eine Machbarkeitsstudie hat untersucht, wie ein Radschnellweg von Frankfurt in den Vordertaunus aussehen könnte. Der Magistrat habe die Studie am Freitag zustimmend zur Kenntnis genommen, wie Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) mitteilte. Die Stadtverordneten müssen noch zustimmen.

Konkret geht es um den Radschnellweg Frankfurt Rhein-Main 5, abgekürzt FRM 5. Er ist einer von neun geplanten Radschnellwegen im Rhein-Main-Gebiet.

Bei FRM 5 ist eine Strecke geplant, die vom Holbeinsteg am Main über das Bahnhofsviertel, die Westendstraße und den Kettenhofweg über die Robert-Mayer-Straße, Schloßstraße und Ludwig-Landmann-Straße Richtung Steinbach führt. Ein weiterer Abzweig geht nach Eschborn.

Die Machbarkeitsstudie listet auf, was auf den einzelnen Abschnitten gebaut oder umgebaut werden müsste. Am Holbeinsteg soll der Radschnellweg an den Radschnellweg FRM1 anknüpfen, der dereinst von Darmstadt nach Frankfurt führen soll – erste Abschnitte sind gebaut. Langfristig ist eine Ertüchtigung des Holbeinstegs oder eine zweite Brücke denkbar.

Eschborn und Steinbach

Im Bahnhofsviertel sollen die Windmühlstraße und die Moselstraße zu Fahrradstraßen werden. Weiter geht es auf einem Zweirichtungsradweg am Karlplatz vorbei in die Westendstraße und den Kettenhofweg. Wie auf der Moselstraße ist ein Fahrradweg geplant; Parkplätze könnten wegfallen.

Die Fahrradstraße führt weiter über die Robert-Mayer-Straße. Auf der Schloßstraße südlich der Adalbertstraße soll es Radfahrstreifen und Längsparken geben. Die Schloßstraße nördlich der Adalbertstraße müsste umgebaut werden, aber wie genau, steht noch nicht fest.

Auf der Breitenbachbrücke und der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße fährt der Radverkehr baulich getrennt auf beidseitigen Radwegen, weiter über den Industriehof und die Ludwig-Landmann-Straße, wo ein Abzweig Richtung Eschborn führt.

Vorgesehen sind Radfahrstreifen auf dem Hausener Weg, eine Fahrradstraße auf der Seelenberger Straße/Fuchstanzstraße, Mischverkehr auf der Glashüttener Straße durch die Bahnunterführung, eine Fahrradstraße auf der Eschborner Landstraße, Radfahrstreifen am Seedamm, ein einseitiger Zweirichtungsradweg westlich der Straße Am Seegewann, eine Fahrradstraße auf der Brücke über die A5 und eine Ertüchtigung des Wirtschaftswegs nach Eschborn-Süd.

Der andere Abzweig führt in Richtung Steinbach – mit baulich getrennten Radwegen auf der Ludwig-Landmann-Straße und der Ziegelei-Allee zum Wirtschaftsweg, der ausgebaut werden soll.

Laut Magistrat geht es darum, dem Radverkehr eine gleichbleibende Geschwindigkeit ohne häufiges Anhalten und Bremsen zu ermöglichen. Die Kosten für die Vorplanung werden mit 1,2 Millionen Euro angegeben, das Land Hessen übernimmt voraussichtlich 70 Prozent. „Wir wollen eine attraktive Alternative zum Auto schaffen“, teilte Stefan Majer mit.

Über Baubeginn und Bauende wurde noch nichts bekannt.

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