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Frankfurt: Radnetz bis 2020 ausgeschildert

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Neue Wegweiser kommen als Nächstes nach Kalbach und Bockenheim.

Das städtische Radwegenetz soll bis Mitte kommenden Jahres vollständig ausgeschildert sein. Das sagte Michaela Kraft, die Leiterin des Straßenbauamts, am Donnerstag am Niddauferweg in Heddernheim. Dort hat die Stadtentwässerung gerade einen drei Meter breiten und 800 Meter langen, hell asphaltierten Radweg fertiggestellt, der von der Römerstadt zur Bubelochbrücke in Heddernheim verläuft. An der Brücke über die Nidda weisen neue Schilder den Radfahrern den Weg.

„Ich hatte versprochen, das Radnetz bis zum Ende der Wahlperiode auszuschildern; wie es aussieht, werden wir das auch schaffen“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Seit Frühjahr 2016 seien die Wegweiser mit Orts- und Kilometerangaben jeden Monat in einem weiteren Stadtteil aufgestellt worden. Die Bezirke der Ortsbeiräte 6, 7 und 8 seien bereits beschildert.

Der Zeitplan bis Sommer 2020 sei straff. Nach Ostern kommen die Schilder laut Amtsleiterin Michaela Kraft nach Kalbach, im April nach Bockenheim, im September in die Frankfurter Innenstadt. Dort sollen sich die Radfahrer dann im Westend und Bornheim, Nordend und in der Altstadt besser zurechtfinden. Im Dezember sind die Stadtteile südlich des Mains an der Reihe, im März 2020 die Stadtteile im äußeren Osten. Probleme mit Vandalismus gebe es nicht, sagte Kraft. Ihr sei kein Fall bekannt, in denen Schilder verbogen oder abmontiert worden seien.

Kaum Fehler auf Schildern

Fehler habe es bei den 2350 bereits montierten Schildern nur in zwei Fällen gegeben, führte Oesterling aus. Am Bahnhof Griesheim sei die Distanz fälschlicherweise mit fünf statt 0,5 Kilometern angeben worden; und Westhausen wurde nicht zusammengeschrieben, sondern getrennt, mit großem H und Bindestrich. „Die Schilder wurden mittlerweile ausgetauscht“, sagte er. „Für die Pendler und Freizeitradler, aber auch die Touristen sind die Radroutenschilder eine schöne Sache.“ Sie kosteten insgesamt 675 000 Euro.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt lobt die Beschilderung, die bei der Orientierung helfen würde. „Aber schöne Schilder helfen nichts, wenn es keine Radwege gibt“, sagte Eckehard Wolf aus dem Vorstand des Frankfurter ADFC. Er verwies auf den aktuellen Fahrradklimatest, bei dem Frankfurt mit der Note 4 abgeschnitten hatte. Als Hauptproblem hätten die Teilnehmer die zugeparkten Radwege bewertet. Bei diesem Punkt habe die Stadt am zweitschlechtesten in ganz Deutschland abgeschnitten.

„Wir sind ja in guten Verhandlungen mit dem Radentscheid“, sagte daraufhin Stefan Lüdecke aus dem Verkehrsdezernat.

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